Das Schloss in Geisa soll in zwei Bauabschnitten saniert werden. - Fotos: Daniel Kister

Stifterehepaar Anneliese und Werner Deschauer (re. und li.), sowie Thüringens Minister für Bau und Verkehr Andreas Trautvetter (Mitte links) und Geisas Bürgermeister Martin Henkel (Mitte rechts)

31.07.07 - Geisa

Ein Schloss für die Kultur - Zuwendungsbescheid über 470.000 Euro für Sanierung

Das rund 300 Jahre alte Schloss in Geisa wird in einem ersten von zwei Bauabschnitten für 470.000 Euro saniert. Heute übergab Thüringens Minister für Bau und Verkehr Andreas Trautvetter (CDU) einen Zuwendungsbescheid. Die Kosten verteilen sich je zu einem Drittel auf Bund, Land und Gemeinde. Das Außergewöhnliche dabei ist, dass die Gemeinde Geisa ihren Eigenanteil nicht selber trägt. Ihr Anteil wird von der Werner-Deschauer-Stiftung finanziert. Seinerzeit hatte der Unternehmer Werner Deschauer das Grundkapital von einer Million Mark für seine Heimatstadt Geisa in eine Stiftung investiert. Die Höhe der Kosten für einen zweiten und letzten Bauabschnitt, bei dem die Innenräume fertig gestellt werden, stehen laut Bürgermeister Martin Henkel (CDU) noch nicht fest. Das Schloss soll Ende 2008 komplett fertig saniert sein.

Neue Ziegel, neue Treppe, neue Fenster, neuer Putz

Voraussichtlich noch in diesem Jahr werden die Bauarbeiten für den ersten Bauabschnitt abgeschlossen sein. Die Substanz des 1700 bis 1714 erbauten Schlosses sei noch relativ in Ordnung, erklärte Architekt Wilhelm Heumüller vom ortsansässigen Planungsbüro: „Kein Wunder - bei den dicken Mauern“. Das Dach allerdings werde mit neuen Ziegeln gedeckt. „Die Treppenanlage darf nach den Richtlinien des Denkmalschutzes umgebaut werden“, erklärte er weiter. So wird im Eingangsbereich Platz für einen Inforaum geschaffen. Um größere Räume zu schaffen, sollen auch einige Wände herausgerissen und auf der oberen Etage eine mobile Trennwand installiert werden. Der Architekt erklärte weiter, dass der Fußboden nicht von Grund auf erneuert werden müsse; hier reiche eine Sanierung von rund 300 Quadratmetern auf beiden Etagen.

Bürgermeister Martin Henkelberichtete, dass die teilweise zugemauerten Fenster aufgebrochen und wiederhergestellt werden. „Überhaupt müssen die alten Fenster durch neue ersetzt werden“ sagte er. Auch der Putz an der Außenwand des Schlosses soll abgeschlagen und das Gebäude neu verputzt werden. Schließlich werde mit dem nun zur Verfügung stehenden Geld auch der Schlosshof saniert. Momentan erinnert dieser laut Bürgermeister an einen „Flickenteppich“. Ende dieses Jahres soll der Hof mit gelblich-grauem Granit gepflastert sein.

Ein Schloss für die Kultur

Nach dem Umbau können kulturelle Veranstaltungen im Schloss statt finden. So seien Kunstausstellungen und Konzerte geplant. Auch größere openair Konzerte könnten auf dem Schlosshof veranstaltet werden, zeigte sich Henkel optimistisch. Minister Andreas Trautvetter wies unter dem Aspekt der Bevölkerungsabwanderung darauf hin, dass neben Wirtschaft und Bildung auch die so genannten „weichen Standortfaktoren“ eine Rolle spielen. „Wir halten die Leute hier, wenn sie sich wohl fühlen“, pointierte er.

„Zentrale Heizversorgung für Gemeinde-Gebäude“

Unter dem Pflaster des Schlosshofs soll die notwendige Infrastruktur für eine zentrale Wärmeversorgung angelegt werden. „In unmittelbarer Nachbarschaft zum Schloss befinden sich weitere städtische Gebäude; so etwa das Amtsgericht, das Rathaus und kommunale Wohnungen“, erklärte Bürgermeister Henkel. Um diese später zentral mit Wärme versorgen zu können, werden in den kommenden Monaten schon die Rohre verlegt. Als möglicher Heizungsstandort bietet sich laut Henkel ein Keller des Rathauses an. Nähere Planungen hierzu müssten aber noch erfolgen. (Daniel Kister) +++


Das Schloss soll in eine Kultur und Begegnungsstätte umgewandelt werden.

Auch der Schlosshof wird saniert und gepflastert.






Architekt Wilhelm Heumüller erklärte vor Ort die Sanierungspläne

Minister Andreas Trautvetter (links) übergab den Zuwendungsbescheid an Bürgermeister Martin Henkel (rechts).



Die Treppen sollen erneuert und teilweise umgebaut werden.


Außerdem sollen einige Wände im Inneren eingerissen werden.

Die Fenster müssen laut Architekt Heumüller (links) durch neue ersetzt werden.


Der Boden muss voraussichtlich nicht ersetzt, dafür aber erneuert werden.

Im Keller des Schlosses








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