18.12.06 - Schlitz

Ein Herz für Fledermäuse - heute Verleihung des Umweltpreises des Vogelsbergs

"Es muss wieder mehr gebalzt, gebrütet und gebaut werden“, fordert der Vogelsberger Naturfreund Reinhard Heineck. Er stammt aus Radmühl, einem Ortsteil von Freiensteinau und ist einer der diesjährigen Preisträger des Vogelsberger Umweltpreises. Dieser wurde am heutigen Montag von Landrat Rudolf Marx im Schlitzer Bürgerhaus zu Beginn der Kreistagssitzung verliehen. Der Preis geht neben Heineck zu gleichen Teilen an die Naturschutz Bund (NABU) Gruppe Natur- und Vogelschutzgruppe Schwarz e.V. Auf dem Foto die Preisträger mit Landrat Marx (2.v.li.) und Kreistagsvorsitzendem Künz (rechts).

Heineck hatte die Idee, einen ehemaligen Sägewerksturm in Radmühl in einen Fledermausturm umzurüsten. In Beratung mit Walter Kress von der NABU-Gruppe Freiensteinau wurde der Turm entsprechend renoviert. Unter dem Spitzdach finden jetzt nicht nur Fledermäuse ihr Winterquartier, sondern auch viele weitere geschützte Arten wie Hornissen, Hummeln, Schleiereulen und Mehlschwalben finden dort eine Unterkunft. Dieses Engagement zur Erhaltung von bedrohten Tierarten wurde nun von der Jury des Vogelsberger Umweltpreises honoriert. Das Preisgeld in Höhe von 1.250 will Heineck der NABU-Gruppe Freiensteinau zur Verfügung stellen.

Der zweite Preisträger ist die NABU Natur-und Vogelschutzgruppe Schwarz e.V. Die 1989 gegründete und 60 Mitglieder zählende Gruppe beteiligt sich regelmäßig an der Aktion „Saubere Landschaft“, organisiert Vogelstimmen-Wanderungen, Naturerlebnisstage oder führt Pflanzaktionen durch. Zudem werden Biotope betreut und gepflegt. Dazu gehören vier Streuobstwiesen, ein Feuchtgebiet, verschiedene Hecken sowie eine ehemalige Sandgrube. Hauptanliegen der Natur- und Vogelschutzgruppe ist die Erhaltung und Förderung der dörflich-bäuerlich geprägten Kulturlandschaft in und um Schwarz. Nach Begründung der Jury, wird durch die verschiedenen Veranstaltungen die Bevölkerung für den Schutz der heimatlichen Natur sensibilisiert.

Landrat Marx lobte die Entscheidung der Jury und sagte, dass der Umweltpreis „einmal mehr würdige Preisträger gefunden hat“. Den Gewinnern dankte Marx herzlich und bat sie „auf dem eingeschlagenen Wege“ fortzufahren.

Der auf bis zu 2.500 Euro dotierte Preis wird vom Vogelsbergkreis seit 1987 alle zwei Jahre als Anerkennung für besondere Leistungen im Umwelt- und Naturschutz verliehen. Ausgezeichnet werden Arbeiten, die sich mit den Themenbereichen Abfallwirtschaft, Lärmschutz, Luftreinhaltung, Wasserreinhaltung und Gewässerschutz, Landschaftspflege, Umweltplanung, Biotop- und Artenschutz befassen. +++

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