Dramatische Lage: Misstrauensvotum gegen Bürgermeister FABER - VIDEO
Aufregung im kleinsten hessischen Kurort. Wie lange sich der 54-jährige Bürgermeister Armin Faber hier im Rathaus von Bad Salzschlirf im Landkreis Fulda noch halten kann, ist in diesen Tagen völlig ungewiss, denn am gestrigen Freitagabend hat ihm die Gemeindevertretung nach zweieinhalb stündiger nicht öffentlicher Sitzung ihr Misstrauen ausgesprochen. Ursprünglich ging es den Fraktionen der Freien Wählern, CDU und SPD um einen einzigen Tagesordnungspunkt: „Wahrung der gemeindlichen Interessen im Rahmen einer möglichen Insolvenz des Badehofes“. Hintergrund dieses "Problems" ist, ob die Millionen-Forderung der Gemeinde Bad Salzschlirf an das "Nobelhotel" des Badeortes noch weiter gestundet werden soll oder nicht. Und in diesem Zusammenhang übt Bürgermeister Faber eine Art "Doppelfunktion" aus, denn: er ist einerseits Bürgermeister, aber andererseits auch Gesellschaft des "Badehofes" und Miteigentümer.
Wegen einer möglichen Interessenkollission musste nicht nur Faber vor dem Tagungssaal warten, sondern auch etwa 20 interessierte Bürger und Medienvertreter mussten der nichtöffentlichen Sitzung fernbleiben. Als kurz vor 22:30 Uhr sich die Türen für die Öffentlichkeit dann öffneten, verlas Michael Krönung (FWL), Vorsitzender Gemeindevertretung, den einstimmigen Beschluss der Kommunalpolitiker. Danach ist klar, "dass die Gemeindevertretung unter den jetzigen Bedingungen und nach intensiver Prüfung und Beratung der Zahlen, Daten und Fakten zum augenblicklichen Zeitpunkt keine Möglichkeit für ein weiteres Entgegenkommen gegenüber dem Badehof sieht".
Wörtlich heißt es in dem Beschluss weiter: "Die Gemeindevertretung der Gemeinde Bad Salzschlirf hat seit der Wiedereröffnung des Badehofs stets wohlwollend – auch unter schwierigen Rahmenbedingungen – für das Unternehmen entschieden. Zuletzt im Jahr 2010 hat das Gremium einer Finanzierung zugestimmt. Die Vereinbarung wurde bisher seitens des Schuldners nicht eingehalten. Im Gegenteil: Die Forderung hat sich seither mehr als verdoppelt. Mit der Prüfung der Einhaltung dieses Beschlusses beschäftigt sich derzeit ein Akteneinsichtsausschuss".
Coole Action: Top-Snowkiter fliegen auf Wasserkuppe - BILDER + VIDEO
Coole Action im Schnee und sportliche Höchstleistungen erwarten die Zuschauer am Samstag auf der Wasserkuppe: Zahlreiche Profi-Snowkiter aus Österreich, Deutschland und der Schweiz treten in der Disziplin„Racing“ an. Der Coolness-Faktor wird wie in keiner anderen Winterski-Region Deutschlands ganz groß geschrieben. Als Veranstalter zeichnet sich das Team der Flugsportschule Papillon mit Andreas Schubert und Boris Kiauka an der Spitze verantwortlich. Atemberaubende Luftakrobatik und Spitzengeschwindigkeiten der Snowkiter von bis zu 80 Kilometern pro Stunde versprechen zwei aufregende Tage. Bereits am Freitag trainiert zahlreiche Freaks auf dem Flugfeld. Unter ihnen auch der Fuldaer Nico Kersberg, der sich auf seiner Hauspiste gute chancen ausrechnet.
Die Zuschauer finden auf der Wasserkuppe zur Wettkampfbeobachtung gleichermaßen ideale Bedingungen wie die Sportler vor: Nirgendwo in Europa bietet die Natur vergleichbar große Schneeflächen und ein hindernisfreies Gelände. Am Samstag starten ab 10.30 Uhr die einzelnen Durchgänge. Um 17.00 Uhr wird neben dem Hotel „Deutscher Flieger“ die Siegerehrung mit anschließender Après -Ski-Party veranstaltet. Sollten die Witterungsverhältnisse es nicht zulassen, die Meisterschaften bereits am Samstag zu beenden, gehen die Athleten am Sonntag nochmals an den Start. Weitere Infos unter http://www.snowkite.de +++
TSCHÜSS DONALD! "Urgestein" des Rettungsdienstes jetzt im Ruhestand
Rettungsdient und Kirche sind zwei wichtige Säulen im Leben von Donald Löw. Der 59-jährige ist eine „Institution“ im Landkreis Fulda und wurde nach 44 Jahren am Freitag in den Ruhestand verabschiedet. Genau zwei Jahrzehnte war Löw Rettungsdienstleiter beim Deutschen Roten Kreuz Kreisverband Fulda – dem größten Leistungserbringer in der Region. Über 70 geladene Gäste, Weggefährten, Mitarbeiter, Kommunalpolitiker, Klinikchefs und Funktionäre aus dem Gesundheits- und Feuerwehrbereich folgten der Einladung in das Katastrophenschutzzentrum in den Stadtteil Neuenberg und zollten dem „Urgestein“ großen Respekt für sein langjähriges Engagement.
„Sie haben wichtige Pionierarbeit geleistet, die überregional Bedeutung und hohe Anerkennung gefunden hat“, sagte der Fuldaer DRK-Präsident Professor Dr. Martin Hessmann in seiner Laudatio und ernannte Löw zum „Ehren-Rettungsdienstleiter“ – eine Auszeichnung die erstmals in der fast 130-jährigen Geschichte des Kreisverbands verliehen wurde. DRK-Kreisgeschäftsführer Christoph Schwab hat die Gäste in eine Zeitreise durch das Wirken von Donald Löw, der ehrenamtlich als Diakon in seiner Heimatgemeinde Motten (Landkreis Bad Kissingen) tätig ist, eingeladen.
Weil Donald Löw aus gesundheitlichen Gründen heiser war, trug sein Verwandter Rolf-Leopold Jost die vierseitige und emotionale Rede vor. „Begonnen hat für mich alles bereits im Jahr 1961 als ich vom Kommunionunterricht kommend am Eichsfeld einen Blick in einen Krankenwagen werfen durfte“, hieß es in dem Manuskript, in dem Löw über seine. Wichtige Stationen und Entwicklungen im beruflichen Werdegang Löws waren die Indienststellung des Notarztwagens „Christine“ (1974), der Bau des Katastrophenschutzzentrums (1979), die Ausbildung zum Luftrettungssanitäter (1984) in München. Unter anderem war Löw Mit-Entwickler neuer Konzepte für Großschadensfälle und brachte das erste umfassende Handbuch heraus. „Solche Erfahrungen geben Kraft und Visionen, sie geben Zufriedenheit und damit Gesundheit“, so Löw in seiner Rede.
Feuerwehrverband warnt vor trügerischem Eis - nur freigegebene Flächen betreten
Der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) warnt vor dem Betreten nicht freigegebener Eisflächen: „Trotz der aktuellen Minusgrade sind viele Eisflächen noch zu dünn; es droht Einbruchgefahr“, erklärt DFV-Vizepräsident Ralf Ackermann. Auch der Frost der letzten Tage garantiert nicht, dass die Eisdecke auf Seen oder Flüssen tragfähig ist. „Betreten Sie nur Flächen, die freigegeben wurden!“, appelliert Ackermann. Besonders Kinder lassen sich von den glitzernden Eisflächen zu unvorsichtigem Verhalten verleiten. Für den sicheren Ausflug sollten einige Tipps der Feuerwehren beachtet werden:
• Nehmen Sie örtliche Warnhinweise ernst. Kindern müssen die Gefahren erklärt werden.
• Vermeiden Sie einsame Ausflüge auf dem Eis – bei einem Unfall kann es sonst sein, dass niemand Hilfe holen kann.
• Wenn das Eis knistert und knackt, Risse aufweist oder schwallweise Wasser auf die Oberfläche tritt: nicht betreten. Wenn Sie bereits auf dem Eis sind: Flach hinlegen, um das Gewicht auf eine größere Fläche zu verteilen, zum Ufer robben (möglichst wenig ruckartige Bewegungen).
• Rufen Sie im Unglücksfall sofort über den Notruf 112 Hilfe bzw. organisieren Sie, dass jemand einen Notruf absetzt! Vor allem bei unübersichtlichem Gelände kann ein Einweiser an einer markanten Wegkreuzung die Anfahrt der Rettungskräfte erleichtern.
• Vorsicht ist nicht nur bei fließendem Gewässer, verschneiter Oberfläche und bewachsenem Ufer geboten; auch an Ein- und Ausflüssen kann die Eisdicke plötzlich abnehmen. Vor allem an dunklen Stellen kann das Eis zu dünn sein – hier droht Einbruchgefahr. „Innerhalb weniger Minuten in rund drei bis vier Grad kaltem Wasser erschlaffen die Muskeln, der Körper erlahmt, die eingebrochene Person geht unter“, erklärt Ackermann.
Jagdverein fordert jetzt zu "schärferer Bejagung" der Füchse auf
Dieser Tage sieht man bei Frostwetter häufig den Fuchs über Felder und Wiesen streifen, was unter anderem mit der Paarungszeit der Füchse, der so genannten „Ranzzeit“ zusammen hängt. Auch die Jäger nutzen diese Zeit um den Füchsen verstärkt nachzustellen. Zum einen bedingt durch die besseren Chancen, die die hohe Aktionsrate der Füchse für die Jagd bringt, zum anderen weil der Pelz des Fuchses, der so genannte „Balg“, nun die beste Qualität aufweist. Gegerbt kann man aus ihm Mützen, Decken oder Mäntel herstellen.
„Ein echtes Naturprodukt“, so der Vorsitzende des Jagdvereins Alsfeld Mario Döweling. Der Vorteil dieser Produkte sei, dass sie neben einem hohen Tragekomfort auch zu hundert Prozent biologisch abbaubar seien, anders als die häufig verwendeten Kunstfellbesätze an Jacken und Mäntelkragen, die im Grunde nichts anderes seien als Sondermüll. Der vom einheimischen Jäger erlegte Fuchs habe auch nie das Leid der Tiere aus den Pelzzuchten erfahren, so Döweling weiter. Leider sei die mittelständische Pelzproduktion durch die Anti-Pelz-Kampagnen vergangener Jahre fast zerstört worden. „Heute müssen sie schon ein Stück fahren, um eine Gerberei zu finden die ihre Fuchsbälge verarbeitet“, so Döweling.
Dass der Fuchs auch weiterhin bejagt wird hat einen guten Grund. Durch seine ökologische Stellung, er ernährt sich neben Mäusen und Kleintieren auch von Aas, überträgt er verschiedene für den Menschen gefährliche Krankheiten. Neben der Tollwut, die trotz Impfaktionen auch in Hessen immer mal wieder auftritt, ist er auch Wirt für den Kleinen Fuchsbandwurm. Dieser kann, wenn er in den menschlichen Organismus gelangt, wie ein Tumor vor allem in der Leber wirken. Deshalb sollten im Sommer und Herbst auch keine ungewaschenen Waldfrüchte und Pilze gegessen werden.
„Wir sind schon deshalb von der Unteren Jagdbehörde und der Veterinärbehörde angehalten, den Fuchs auch weiterhin engagiert zu bejagen“, so der Jägervorsitzende. Förster Arno Eifert weist daraufhin, dass der Einfluss des Fuchses auf das Ökosystem und als Überträger von Zoonosen , das sind Krankheiten die vom Tier auf den Menschen übertragen werden, unbestritten ist. „In trockenen Jahren, mit hoher Mäusepopulation, sehen aber Land- und Fortwirte seine Rolle eher positiv.“ Der Fuchs hat keine Feinde bei uns, lediglich von Luchs und Uhu ist bekannt, dass sie gelegentlich Füchse reißen. „Die sind bei uns zwar auf dem Vormarsch, werden aber den Fuchsbestand wohl nie regulieren können, da sie in der Hauptsacher andere Beutetiere bevorzugen“, so Jägerchef Döweling abschließend. +++