Die neue Umladehalle... - Alle Fotos: Hendrik Urbin

....am Sonntag kamen Hunderte zum 30-Jährigen...

25.06.12 - KALBACH

In 30 Jahren: Vom Abfall zum Rohstoff - Hunderte feierten neue Umladehalle

Wo am Sonntag noch ein Büfett aufgebaut war und hunderte Gäste das 30-jährige Bestehen der "Mülldeponie Kalbach" im Süden des Landkreises feierten, sollen bald täglich  tonnenweise Müll umgelagert werden. Zum "Tag der offenen Tür" im - wie es jetzt heißt - "Abfallwirtschafts- und Energiezentrum Kalbach" beherbergte die neue über 1.600 Quadratmeter große und 14 Meter hohe Umladehalle viele Gäste. Doch in Zukunft wird hier der eingesammelte Hausmüll von den Speziallastern aus dem Landkreis Fulda abgekippt und witterungsgeschützt auf weitere Speziallaster verladen, um dann eine weitere Reise Richtung Nordhessen anzutreten.

   

Aber wie sieht es eigentlich aus auf einer Mülldeponie? Normalerweise endet der Gedanke an die Müllberge mit der Tonne, die geleert worden ist. Doch was passiert dann mit dem vielen Kleinkram, der nicht für gelbe Tonne, Glascontainer oder Papiermüll taugt? In den vergangenen 30 Jahren hat sich der Umgang mit dem Müll enorm gewandelt: Ging es in den 70er und 80er Jahren in erster Linie darum, die Abfälle einzusammeln und zu verbuddeln, drang der Recyclinggedanke – also die Wiederverwertung der im Müll enthaltenen Rohstoffe – in das Bewusstsein der Bevölkerung vor.  

1982 wurde die Kreisdeponie in Betrieb genommen – 2005 wurde der letzte Müllbeutel in Osthessen dauerhaft abgelegt. Seitdem gelten erheblich strengere Auflagen, die Abfälle müssen zum Beispiel thermisch verwertet werden. Diese Aufgabe übernimmt derzeit das Unternehmen Bohn, daher muss der ganze Müll von Kalbach wiederum nach Witzenhausen in Nordhessen gebracht werden. Über 2.000 LKW-Ladungen - also täglich etwa sechs bis neun Speziallaster vom Typ "Walking Floor" sind es jedes Jahr, die unter dem Dach der neuen Halle ihre Mitfahrgelegenheit wechseln müssen. Alle Gemeinden aus dem Kreis Fulda hatten sich 1995 zum „Zweckverband Abfallsammlung“ zusammengeschlossen – aus diesem Grund kommen die großen Müllautos nach ihren Touren alle in Kalbach zusammen. 40- 45.000 Tonnen Müll müssen da bewältigt werden.

Ziel der Speziallaster ist Weidenhausen bei Eschwege, wo die "Abfälle" unter anderem gesiebt, Altmetalle herausgeholt und dann in Kategorien aufgeteilt wird. Die "Hauptfraktion" wird dann "thermisch behandelt", also verbrannt. Die dabei entstehende Wärme und Strom werden wirtschaftlich genutzt - etwa für die nahe Papierfabrik der SCA-Gruppe. Und der Landkreis Fulda ist auch nicht der einzige Lieferant: hatte der Kreis 2008 die Entsorgung noch gemeinsam mit dem Landkreis Kassel ausgeschrieben und an Bohn vergeben, so liefern inzwischen auch die Landkreise Vogelsberg und Hersfeld-Rotenburg an die Umweltdienste Bohn.

Am Wochenende feierte man also in Kalbach den 30.Geburtstag und die kirchliche Weihe der 1,7 Millionen-Euro-Halle mit vielen Infos, abwechslungsreichen Programmpunkten und interessanten Eindrücken rund um Müllverwertung und Abfallwirtschaft. "Dass Fortschritt von Wissenschaft und Technik stets zum Vorteil der Menschen sei" hatte der Pfarrer in seiner kurzen Weihepredigt angemahnt. Zahlreiche Firmen präsentierten ihr technisches Know-How rund um das Thema "Entsorgung" - von Synenergie (ÜWAG) und Biothan (GWV) bis hin zu Veolia Umweltsrvice, Wolf-System, Planungsbüro Bub oder Ulrich-Bau Fulda. Aber auch "rund um die Umladehalle" war mächtig was los: eine Wandeurng zur Fotovoltaikanlage, Kanaluntersuchungen und Vorstellung einer Kleinkläranlage, Minibagger spielen, Hüpfburgen bis hin zu Luftballaon-Weitflug und Vorstellung des Technischen Hilfswerkes (THW). Und wem das alles zu weit war - der konnte sich von Shuttle-bussen oder im offenen "Deponie-Express" herumfahren lassen (am / ma) +++




































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