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- Fotos: Hendrik Urbin / Christian P. Stadtfeld

07.11.10 - HÜNFELD

Es war exakt 00:23 Uhr, als der fast 350 Meter lange Castorzug langsam auf Gleis 2 im Hünfelder Bahnhof einrollte. Etwa 200 Beamte erwarteten den Zug - allerdings nicht zum Schutz, sondern um Kollegen abzulösen. Für die einen aus Süddeutschland war Endstation, für die "Neuen" begann jetzt ihr Anteil an diesem Castor-Transport. Hinter der vorderen Lok folgten vier Personenwaggons für die begleitende Polizei, danach kamen die elf Castor-Transportwagen der französischen SNCF, bevor dahinter wieder drei Personenwagen und als "Schlusslicht" zwei Schwerlastloks vom Typ "Taiga-Trommel" folgten.

Gespannte Erwartungen auf dem Bahnhof der osthessischen Kleinstadt, wo sich auch mehrere Fernseh-Teams sowie eine Handvoll Fotografen und Journalisten versammelten - stets betreut und im Auge behalten von den offiziellen Polizeisprechern. Diese konnten im übrigen als Bilanz auch nur ein "keine Besondheiten, in Osthessen alles glatt gelaufen" vermelden. Und weil es zeitlich so hervorragend passte, hatte ein ZDF-Team auch einen Satellitenwagen mitgebracht und konnte live aus der Haunestadt in die aktuelle Nachrichtensendung berichten.

Der Zug machte in Hünfeld (20 km nördlich von Fulda) einen geplanten Logistikstopp. Hier wurden nicht nur die begleitenden Polizeibeamten ausgetauscht, sondern hier wechselte auch das Zugpersonal. 20 Kilogramm persönliche Ausrüstung schleppte so jeder Polizistin oder Polizistin mit sich - und vereinzelt waren auch Hundeführer darunter. Während der 41-minütigen Pause wurden auch die Castor-Transportwagen von Bahnmitarbeitern kontrolliert - es gab keine Auffälligkeiten.

Das Gelände war rund um den Bahnhof weitläufig gesperrt und gesichert - aber Demonstranten oder Proteste waren nirgend zu sehen. Dafür eine "Armada" von Fahrzeugen, Klein- und Großraumbussen von Polizei und Bundespolizei, die teilweise parallel zum Zugverkehr Ausrüstung und Beamte transportierten. Ein Großteil der Polizisten übernachtete übrigens im Fuldaer Vier-Sterne-Hotel "Esperanto" - zu "Vorzugspreisen", wie zu hören war. Und so lief nicht nur organisatorisch alles Bestens, sonderen der Castorzug startete dann um 01:04 Uhr in Richtung Kassel bzw. Norddeutschland. +++




















Der Geigerzähler des osthessen-news Reporters zeigt in der Nähe des Castor-Behälters einen Wert von 24,31 Mikrosievert. Unter "normalen" Umständen sind im Fuldaer Raum maximal 0,3 Mikrosievert zu messen.

















- Fotos (10): Vincenzo Contini










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