 06.06.10 - FULDA - In den Herausforderungen, die die Kirche heute zu bestehen habe, sei bei manchen Christen die Versuchung groß, sich vom „Wind der Meinungen verwehen zu lassen“, auszutreten oder sich zurückzuziehen. Gerade in solchen Stürmen brauche es Menschen mit der Festigkeit von „Felsen in der Brandung“, wie sie den hl. Bonifatius ausgezeichnet habe. In seiner Predigt gab der Limburger Oberhirte heute Vormittag zu bedenken, daß pauschale Verurteilungen gegenüber der Kirche notwendige Umkehr ersticken könnten, denn „Läuterung braucht die Luft der Liebe“, damit eine neue Leidenschaft für Gott und die Menschen keimen könne.
Es war ein Bonifatiusfest voll spürbarer Freude bei den Menschen. Dazu beigetragen hat (etwas) das Wetter, aber auch gleichzeitig stattfindende Treffen von 800 Meßdienerinnen und Meßdienern in Fulda sowie die Abordnungen der Cartellverbände. Der Fuldaer Jugendkathedralchor unter Leitung von Domkapellmeister Franz-Peter Huber sang Chorsätze von D. J. Evans und aus Taizé sowie Gottesloblieder im Wechsel mit der Gemeinde singen. Musikalisch wurde der Gottesdienst ferner wieder von einem großen Bläserensemble mitgestaltet, bestehend aus drei Musikvereinen mit an 150 Bläsern, davon viele Jugendliche. Unter Leitung von Regionalkantor Ulrich Moormann musizierten der Musikverein St. Antonius Künzell, Musikverein Steinau/Steinhaus und Musikverein Zella/Rhön. An der Orgel, deren Klänge wieder auf den Domplatz übertragen werden, Domorganist Prof. Hans-Jürgen Kaiser.
Ganz besonders auffallend war die Teilnahme eines Chores aus Hoimar/Uganda, der ob seiner Lebendigkeit beim Singen und Tanzen sowie die Einbindung wie ein "belebendes Element" wirkte. Diesen Eindruck hatte wohl auch Fuldas Bischof Algermissen, der sich am Ende für deren Mitwirkung bedankte und den Auftritt als "Geschenk für die deutsche Kirche" bezeichnete. Und wörtlich meinte der Bischof: "Da merkt man doch erst, wie unbeweglich, starr und alt wir hierzulande geworden sind". +++
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