26.12.09 - FULDA - Die humanitäre Hilfe des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und seiner Ortsverbände ist grenzenlos. Ein Beispiel etwa sind die DRK Kreisverbände aus Fulda, Hünfeld und Lauterbach führten in diesem Jahr - mittlerweile schon zum zehnten Mal - einen Transport von Hilfsgütern nach Rumänien durch. Mit mehreren LKW wurden Spenden von Bundeswehr, der Deutschen Telekom, der Firma Kappe Döll, dem Eichhof-Krankenhaus in Lauterbach, dem Klinikum Fulda und der Bevölkerung gesammelt und pünktlich zur Weihnachtszeit nach Südosteuropa transportiert.
Die teilnehmenden Kreisverbände führen diese Hilfsgütertransporte nach Targoviste (Große Walachei) und Focsan (Westmoldau) schon seit mehr als 10 Jahren gemeinsam durch. Alle Aufgaben der Vorbereitung und Durchführung der Hilfstransporte werden von den Mitgliedern ehrenamtlich in Freizeit oder Urlaub geleistet. Der Kontakt in dem europäischen Entwicklungsland steht zum Rumänischen Roten Kreuz. Mit den Hilfsgütern aus Deutschland werden soziale Einrichtungen wie Altenheime, Krankenhäuser, Kindergärten, Behindertenzentren, Sucht- und Beratungsstellen sowie Waisenhäuser unterstützt.
Rumänien in Zahlen
Die Armut in Rumänien ist in vielen Teilen des Landes groß: In der europäischen Republik leben circa 22, 4 Millionen Menschen, davon sind 10 % Minderheiten. Die Arbeitslosigkeit beträgt etwa 12 %, wobei im ländlichen Raum teilweise bis zu 80 % der Bevölkerung keine Arbeit haben. Der durchschnittliche Monatslohn eines Arbeiters beträgt 100 bis 150 Euro. Ein Sozialversicherungsnetz wie in Deutschland gibt es in Rumänien nicht. Ein großer Teil der Bevölkerung lebt deutlich unterhalb der Armutsgrenze und kann nicht auf medizinische oder staatliche Hilfe zurückgreifen. Jede zweite Familie finanziert sich ihren Unterhalt von der Landwirtschaft, ähnlich wie es in Deutschland in den fünfziger Jahren war. Wer in Rumänien ein Pferd oder eine Kuh besitzt, gilt als wohlhabend.
Spendenaufruf und Auslandshilfe 2010
„Wir wollen helfen, wo Hilfe gebraucht wird.“ Dieses Ziel verfolgt das Deutsch Rote Kreuz und hofft schon heute auf Spenden der Bevölkerung für den nächsten Hilfstransport. Es werden Decken, Bekleidung, Lebensmittel, Arzneimittel und Baustoffe sowie medizinische Geräte benötigt. Das DRK Kelkheim will den örtlichen Kreisverbänden im nächsten Jahre mit der Bereitstellung von Betten helfen. (pr) +++
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