Seniorenzentren, Rettungsdienst und Ämter: Dr. HESSMANN neuer DRK-Chef

14.10.09 - FULDA - "Gersfeld ist ein guter Platz um einen verdienten Menschen zu verabschieden." Dabei richtete der der frühere Fuldaer Oberbürgermeister und DRK-Ehrenvorsitzende Dr. Wolfang Hamberger seinen Blick auf die Persönlichkeit Ludwig Ebert, den 1. Vorsitzenden des Deutschen Roten Kreuzes im Kreisverband Fulda. Knapp 17 Jahre übte Ebert nun diese ehrenvolle Tätigkeit aus, bis er auf der diesjährigen Kreisversammlung in der Gersfelder Stadthalle (Landkreis Fulda) offiziell verabschiedet und mit der Ehrennadel des Deutschen Roten Kreuzes ausgezeichnet wurde (Foto rechts).

Mit dabei waren etwa 75 "Rotkreuzler" darunter Führungskräfte aus Haupt- und Ehrenamt, Mitglieder der Ortsvereinigungen, des Jugendrotkreuzes sowie Vertreter aus Politik, dem Gesundheitsbereich und anderer Hilfsorganisationen. "Ludwig Ebert bewegt sich in einem Netzwerk von Menschen, die voneinander abhängig sind." Ihm sei es wichtig allen Menschen - von Führungskräften bis zum kleinsten Glied - gleichermaßen für ihre ehrenamtliche und hauptamtliche Arbeit dankbar zu sein.


Hamberger charakterisierte den Finanzexperten, der seine berufliche Karriere im Fuldaer Landratsamt begann und bis zur Jahrtausendwende als Bürgermeister die Geschicke des Königreichs Flieden in der Hand hatte, als einen "christlichen, sehr belesenen, kreativen und verlässlichen Menschen". "Ich habe keine Rede von Ebert gehört, in der kein Zitat vorgekommen ist", schmunzelte Hamberger abschließend. Zum Nachfolger Eberts wurde der 46-jährige Priv.-Doz. Dr. Martin Hessmann, Direktor der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie am Klinikum Fulda, einstimmig von der Versammlung gewählt. Zu seinem Stellvertreter ist der aus Fulda stammende Christoph Schwab, Verwaltungsleiter des Gesundheitszentrums Wetterau (Vogelsberg) und ehemaliger "Zivi" beim DRK-Rettungsdienst Fulda, bestellt worden. Er tritt damit die Nachfolge von Dr. Rudolf Schwandner an.

Seniorenzentren in Trägerschaft des DRK Fulda

Von einer dauerhaften Auslastung von rund 97,9 Prozent im DRK-Seniorenzentrum "Am Roten Rain" in Petersberg berichtete Andreas Schäfer, DRK-Kreisgeschäftsführer und Heimleiter. Er freute sich über die engen Kontakte mit der Kommune und den Kindergärten aus Petersberg und Almendorf, die das Seniorenzentrum regelmäßig besuchen und etwa bei Festen mit der Einrichtung kooperieren. Außerdem gebe es rund 30 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer, die sich in diversen Gruppen mit den Senioren beschäftigen. Ab 1.1.2010 werde der DRK Kreisverband Fulda die Senioreneinrichtungen in Weyhers und Hilders, die bis dahin noch in Händen des Landkreises bleiben, übernehmen. Mit den beiden neuen Einrichtungen in der Rhön betreut das DRK ab Januar etwa 175 ältere Menschen im Kreis Fulda und beschäftigt etwa 150 Mitarbeiter im Bereich Seniorenwohnheime.

Rettungsdienst / Aus- und Weiterbildung

Der DRK-Rettungsdienst leistete im Landkreis Fulda im vergangenen Jahr: 8.303 Krankentransporte, 9.885 rettungsdienstliche Einsatz, 1.894 Notarzteinsätze, 611 Fehleinsätze sowie 1.159 Einsätze im Luftrettungsdienst. Damit stiegen die Einsatzzahlen im Vergleich zu 2007 um 751 Einsätze auf 18.804 Hilfeleistungen. Auch im Bereich der Aus- und Weiterbildung erzielte der DRK Kreisverband Fulda im vergangenen Jahr ein sehr gutes Ergebnis: Mit 307 Kursen im Kalenderjahr 2008 und insgesamt 3.556 Teilnehmern setzte sich der Trend von steigendem Interesse fort. (Christian P. Stadtfeld) +++

Neuwahl des Vorstandes - Ergebnisse

1. Vorsitzender: Priv.-Doz. Dr. Martin Hessmann; stellv. Vorsitzender: Christoph Schwab; Schatzmeister: Helmut Sauer; Justiziar: Dr. Norbert Rücker; Konventionsbeauftragter: Dr. Daniel Herbe

Ehrungen - Jubilare und verdiente Mitglieder

25-jährige Betriebszugehörigkeit: Bernhard Henkel, Matthias Kempf, Peter Breidenbach und Gerhard Müller
Verabschiedung in den Ruhestand: Klaus Balzer, Antonius Schwab, Bernhard Schwarz
Leopoldine Fischer (90) bekam die Ehrennadel des Deutschen Roten Kreuzes für 70 Jahre aktive Mitgliedschaft (!)
Ortsvereinigung Gersfeld: Horst Zitzmann (für 50 Jahre aktive Arbeit - Verleihung der Henry-Dunant-Medaille)
Ortsvereinigung Fulda: Matthias Goldbach (für 30 Jahre aktive Mitgliedschaft) +++

Der neue DRK-Vorsitzende Priv.-Doz. Dr. Martin Hessmann ...

... und sein neuer Stellvertreter Christoph Schwab

Und kurz nach der Wahl bekam der neue Vorsitzende schon die ersten Aufträge.... hier von DRK-Kreisgeschäftsführer Andreas Schäfer (li.)

DRK-Kreisversammlung 2009 in der Stadthalle Gersfeld ...

Fotos: Hendrik Urbin

Bernhard Schwarz (li.) und Antonius Schwab (re.) ...

Der scheidende Vorsitzende Ludwig Ebert (re.) und sein Nachfolger Priv.-Doz. Dr. Martin Hessmann

... sind von Donald Löw in den Ruhestand verabschiedet worden.

DRK-Rettungsdienstleiter Donald Löw

Für 25-jährige Betriebszugehörigkeit wurden vom Rettungsdienstleiter geehrt: Bernhard Henkel, ...

... Peter Breidenbach, ...

... Gerhard Müller (2.v.r.) und Matthias Kempf (3.v.r.).

Phänomenal: Leopoldine Fischer (90) wurde für 70 Jahre aktive Mitgliedschaft ...

"standing ovations" und viel Applaus gabs für die Jubilare ...

Landesbereitschaftsleiterin Madeleine Vogt (Fulda) und Dr. Andreas Kircher (re.)

Karl Weber (li.) bekam vom JRK-Chef Wolfgang Gelhard eine Auszeichnung für das Eichenzeller Jugendrotkreuz (JRK).

Dirk Strehlow, stellv. Vorsitzender der Gersfelder Bereitschaft

Klinikum-Vorstand Harald Jeguschke

Vize-Landrat und Gesundheitsdezernent Dr. Heiko Wingenfeld (CDU)

Margit Trittin, Bürgermeisterin von Gersfeld (Rhön)

Harald Leitschuh (re.), Bereitschaftsleiter von Eichenzell

Der Bürgersaal der Stadthalle Gersfeld war gut gefüllt ...

Joachim Schrimpf (li.), Teamleiter Aus- und Weiterbildung und Andreas Schrimpf (re.)

Lothar Reus (Mitte) und Christian Erwin (re.), Bereitschaftsleiter Fulda m.u.w. 1

Ludwig Ebert war 17 Jahre Vorsitzender des DRK Kreisverbands Fulda.

Und er bekam nach seinen Schlussworten viel Applaus von den Anwesenden ....

Dr. Wolfgang Hamberger, Ehrenvorsitzender und früherer Fuldaer Oberbürgermeister

Christoph Erb ist beim Kreisgesundheitsamt für den Rettungsdienst zuständig.

Lobende Worte und viel Anerkennung bekam Ebert (re.) von seinem Vorgänger Dr. Hamberger



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