09.10.09 - Hönebach - Lebensgefährlich verletzt wurde heute Mittag ein 41-jähriger alter Motorradfahrer aus dem Elbe-Elster-Kreis in Brandenburg. Laut Autobahnpolizei Bad Hersfeld war der Mann gegen 14.15 Uhr auf der Autobahn 4 in Höhe der Ausfahrt Wildeck-Hönebach verunglückt. Der Motorradfahrer sei offenbar immer wieder im dortigen Baustellenbereich mit eingeengten Fahrstreifen zwischen den Lücken auf den Autobahnfahrspuren "gesprungen", sagte ein Polizeisprecher.
Aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens – Ferienbeginn in einigen Bundesländern – wurde auf beiden Fahrstreifen innerhalb der Baustelle in Kolonne gefahren. Der Motorradfahrer nutzte nun sein wendiges Fahrzeug und sprang in den Kolonnen von Lücke zu Lücke. Mal fuhr er rechts, mal fuhr er links. Bei diesem Kolonnenspringen kam er dann mit dem Vorderrad auf den Fuß einer Warnbake. Das Motorrad schlug sofort um und prallte gegen die Schutzplanken am rechten Fahrbahnrand. Dort wurde es abgewiesen und auf die Fahrbahn geschleudert, wo es gegen das Heckteil des vorausfahrenden PKW rutschte.
Der Motorradfahrer erlitt bei dem Anstoß an die Schutzplanken und durch den Sturz auf die Fahrbahndecke schwerste Verletzungen. Durch beherzte Helfer wurde er vor Ort versorgt. Durch die Rettungsleitstelle Hersfeld/Rotenburg wurden ein Notarztwagen und ein Rettungstransportwagen zur Unfallstelle beordert. Auch die Luftrettung mit einem Hubschrauber wurde angefordert. Aufgrund der schweren Verletzungen konnte der Motorradfahrer nicht von der Fahrbahn verbracht werden. Die Richtungsfahrbahn Kirchheim war für längere Zeit voll gesperrt. In beiden Fahrtrichtungen staute sich der Verkehr zurück, obwohl nur die Westrichtung gesperrt war. Der Kradfahrer wurde dann den ADAC-Rettungshubschrauber "Christoph 28" ins Klinikum nach Fulda geflogen. Mittlerweile sei sein Zustand stabil, berichtet die Polizei. Der gesamte Einsatz dauerte ca. 2 Stunden. Der Sachschaden beläuft sich auf 7000.- €. +++ |