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Und dabei ist Osthessen eine Besonderheit, denn gleich zwei - nebeneinander liegende - Wahlkreise (WK) wurden von den SPD-Kandidaten wie schon bei der letzten Wahl direkt "geholt": der Wahlkreis 11 (Hersfeld) von Torsten Warnecke und der Wahlkreis 10 (Rotenburg) von Dieter Franz. Dem "Direkt-Wahlerfolg" der Christdemokraten in den Wahlkreisen fielen zwei CDU-Frauen "zum Opfer": Angelika Scholz im WK 10 Rotenburg und Elisabeth Apel im WK 11 Hersfeld kamen über die Landesliste dieses Mal nicht zum Zug. NEU: Sehen Sie dazu auch das "osthessen-news"-VIDEO unter folgendem Link: http://www.osthessen-tv.de/?Kunde=221&ID=7561 Nur klicken... und schon läuft das VIDEO.... Im Vogelsbergkreis (Wahlkreis 20) gelang es dem Landwirt Kurt Wiegel (CDU), das Direktmandat zurückzuholen, das er gegen seinen SPD-Mitbewerber Manfred Görig 2008 verloren hatte. Neu dabei über die Landesliste: Mario Döweling (FDP) aus Kirtorf. Und in Fulda bleibt sowieso "alles beim Alten" - im Gegenteil: die CDU-Recken holten bessere Ergebnisse als die Landes-CDU. Fazit: Osthessen wird eine politische stark vertretene Region in Wiesbaden, denn mit den Politikern - die über die Landesliste einziehen - gibt es jetzt so viele MdLs wie noch nie. Warum sind nun nach dem Berechnungsverfahren Abgeordnete auf vermeintlich "sicheren Listenplätzen" nicht wieder ins Landesparlament eingezogen? Generell gilt: die Sitze einer Partei werden nach dem Verhältnis der errungenen Stimmen berechnet. Es gibt jedoch zwei Wege in den Landtag: über direkt gewonnene Mandate in den Wahlkreisen und über die Landesliste der jeweiligen Parteien. Im Landtag - und übrigens auch im Bundestag - werden aber die direkt gewählten Abgeordneten von der Gesamtzahl der errungenen Sitze zuerst abgezogen. Deshalb gilt die Faustformel: je weniger Direktmandate "geholt" werden, desto mehr Bewerber der Landesliste rücken ein. Und umgekehrt: je mehr Direktmandate, desto weniger von der Landesliste können berücksichtigt werden. Und in diesem Fall helfen auch "sichere Listenplätze" nichts. Allerdings können Abgeordnete auch noch "nachrücken": wenn gewählte Abgeordnete auf Regierungsposten berufen werden und ihre Mandate niederlegen. Nach dem festgestellten - vorläufigen - amtlichen Endergebnis des Landeswahlleiters vom späten Abend verfügen nun (aufgrund von Überhand- und Ausgleichsmandaten) die Parteien über folgende Mandate (in Klammern die Veränderung gegenüber der Wahl 2008): CDU 46 (+ 4), die SPD 29 (- 13), die FDP 20 (+ 9) und die Grünen17 Sitze (+8) im Landesparlament. Die Linke hat wiederum 6 Sitze und ist damit gleich geblieben. Die geplante schwarz-gelbe Koalition hat mit 66 Mandaten eine sichere Mehrheit im Landtag, dem nun 118 Abgeordnete angehören. Die SPD hat auch 18 ihrer bisherigen 27 Direktmandate verloren. Die Zahlen des Gesamtergebnisses im Überblick: 4.375.269 Wählerinnen und Wähler waren zu den Urnen gerufen; gewählt haben 2.670.412. Das sind 61 Prozent der Berechtigten und damit ein Minus von 3,3 Prozent gegenüber Januar 2008. Die CDU hat 37,2 Prozent geholt, die SPD 23,7 Prozent, die FDP 16,2 Prozent, die GRÜNEN 13,7 Prozent und die LINKEN 5,4 Prozent. |
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| Allein aus den beiden Fuldaer Wahlkreisen werden sechs Abgeordnete dem hessischen Landtag angehören. Hier im Bild: Jürgen Lenders (FDP) und Margarete Höllldobler-Heumüller (Grüne) |
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| Norbert Herr (links) und Walter Arnold (beide CDU) sind als Direktkandidaten in den beiden Fuldaer Landkreisen gewählt worden. Außerdem ist Sabine Waschke (SPD) wieder in den Landtag eingezogen. |
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