24.07.09 - HOFBIEBER - Das digitale Zeitalter ist in aller Munde - doch auf dem Land ist davon bisweilen wenig zu spüren. Schnelle Internet-Verbindungen sind auch für einige Gemeinden in Osthessen noch Zukunftsmusik. In Hofbieber soll sich das nun ändern: Die Gemeinde nimmt an einem Pilotprojekt teil. Zunächst erhalten 50 Nutzer eine Breitband-Lizenz für ein Jahr. Wie das hessische Wirtschaftsministerium dazu mitteilt, sollen dafür frei gewordene Rundfunksequenzen genutzt werden. Die Leistungsfähigkeit und Praxistauglichkeit von UMTS über große Entfernungen soll so getestet werden.
Gemeinsam mit Vodafone als Netzbetreiber und der Landesmedienanstalt LPR seien im Frühjahr dieses Jahres die entsprechenden Vorarbeiten in die Wege geleitet worden. Mit Hilfe der Landesmedienanstalt habe das Ministerium zuvor sichergestellt, dass keine Störungen durch oder der Rundfunksendeanlagen bestehen. Seit Mitte Juli liege die entsprechende Betriebserlaubnis der Bundesnetzagentur für diesen Pilotversuch vor.
"Ich denke, das wird den Bürgern zu Gute kommen", sagte Marcus Schafft gegenüber osthessen-news. Der Bürgermeister von Hofbieber betreibt mit seiner Gemeinde parallel zu dem Modellprojekt eine weitere Initiative: über Wi-DSL sollen Ortslagen wie Danzwiesen oder Kleinsassen mit Breitband-Verbindungen versorgt werden. Dazu habe sich die Gemeinde von der Hochschule Fulda beraten lassen.
Die Bürger sollen Ende August im Rahmen einer Informationsveranstaltung in Hofbieber über das Modellprojekt informiert werden. Vodafone werde 50 Testpersonen ein Jahr lang kostenlos diese Breitbandverbindung zur Verfügung stellen. Wenn der Pilot erfolgreich läuft, will Hessen weitere Tests mit interessierten Mobilfunkbetreibern durchführen. Mehr Informationen zu der Initiative gibt es unter: http://www.breitbandinhessen.de . +++
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