05.07.09 - GERSFELD - Die Veränderungen in unserer Gesellschaft machen auch nicht vor unseren Gemeinden halt. Ein Wandel in den Alters- und Familienstrukturen sowie geändertes Freizeitverhalten machen auch Veränderungen der örtlichen Angebote erforderlich. Aus diesem Grunde hat die Stadt Gersfeld mit der Gemeinde Ebersburg eine Bürgerbefragung zu diesem Thema durchgeführt. Diese Bürgerbefragung fand im Rahmen des Bundesprogramms „Aktiv im Alter“ statt, an dem sich beide Kommunen beteiligten. Da die Stadt nicht allein so Programm schultern kann, wurde als Partner den „Verein – Füreinander Obere Fulda“ mit eingebunden, sagte Bürgermeisterin Margit Trittin. Dadurch, dass viele Menschen immer älter werden, würden deren Ansprüche und Wünsche sich verändern.
ZUM FOTO: von links, Vorsitzender Lothar Mohr, Bürgermeisterin Margit Trittin, Sandra Buresch, Tina Schwind und Brigitte Kirchner. Foto: Josef Laschütza
Zur Vorstellung der Ergebnisse der Bürgerbefragung „Wie will ich in Zukunft leben?“, hatte die Stadt Gersfeld und der Verein „Miteinander – Füreinander Oberes Fuldatal e.V. in den Bürgersaal eingeladen. Tina Schwind, die die Fragebögen ausgewertet hat und Sandra Buresch vom Landratsamt Fulda, trugen die Ergebnisse vor. Es ging bei der Befragung um Persönliches, das Wohnungsumfeld, die Mobilität, das Engagement und Sonstiges. Die Beteiligung der weiblichen Personen war höher und der Altersdurchschnitt der weiblichen Befragungsteilnehmer wurde mit 69,5 Jahren angegeben. Selbstständiges Leben/Wohnen in eigener Wohnung standen dabei an erster Stelle, sowie in familiärer Hausgemeinschaft. Auch auf die Nutzung des eignen Autos will man so lange wie möglich beibehalten und darauf nicht verzichten. Die Mitgliedschaft in mehreren Vereine ist Gersfeld und Ebersburg sehr hoch. Mit der Nutzung des Personennahverkehrs ist man allgemein zufrieden.
Deutlich wurde bei dieser Befragung, dass 46 % eine ehrenamtliche Tätigkeit bereits ausüben und 22 % an einer ehrenamtlichen Tätigkeit interessiert sind. „Es ist also ein gutes Potenzial in den Gemeinden vorhanden, was als recht positiv abzusehen ist, erklärten Schwind und Buresch.
Was kritisiert wurde und auch in der Diskussion zu hören war, ist das Fehlen des ärztlichen Notdienstes an Wochenenden in den beiden Orten. Hier wird dringend gebeten, möglich bald Abhilfe zu schaffen und den alten Zustand die Bereitschaft der Ärzte und Apotheken in unserer Region wiederherzustellen. Es waren noch viele Punkte die angesprochen wurden, wie der Bringdienst der Lebensmittelgeschäfte, der Straßenverkehr, die Pflege der Grünanlagen, die Anschaffung von Sammeltaxen, Busfahrten von den Dörfern und Stadtteilen zum Besuch von Abendveranstaltungen.
Abschließend dankte Vorsitzende von Verein Füreinander – Miteinander, Lothar Mohr, Tina Schwind und Sandra Buresch für die Präsentation der Studie „Wie wollen wir in Zukunft leben?“. Man wird nun versuchen, möglichst viel in die Praxis umzusetzen. (la). +++
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