02.10.08 - REGION - Sechs hessische Bürgerinnen und Bürger wurden am Mittag in Wiesbaden für ihre Verdienste um Verständigung, Versöhnung und freundschaftliche Beziehungen zwischen Ost und West ausgezeichnet. Ministerpräsident Roland Koch überreichte der ehemaligen Lehrerin Hella Michaelis aus Oberursel, dem Ministerialrat a.D. Günther Rudolph aus Taunusstein, dem Pfarrer i.R. Anton Scheuß aus Fulda, dem Oberstudienrat a.D. Dr. Herfried Stingl aus Groß-Gerau und dem Molkereimeister Walter Theis aus Grebenau das Verdienstkreuz am Bande sowie der ehemaligen Lehrerin und Religionspädagogin Johanna Wagner aus Weilrod das Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Mit diesen vom Bundespräsidenten verliehenen Auszeichnungen soll deren besonderes gesellschaftliches und ehrenamtliches Engagement gewürdigt werden.
„Schon lange vor der Wiedervereinigung Deutschlands und den einschneidenden politischen und gesellschaftlichen Veränderungen in Osteuropa gab es Menschen in unserem Land, die damals wie heute sich mit großem ehrenamtlichem Engagement für freundschaftliche Beziehungen und eine Verständigung zwischen Ost und West eingesetzt haben. Die damit auch einen eigenen Beitrag zur Überwindung der Teilung Deutschlands geleistet haben. Deshalb freue ich mich ganz besonders, dass ich heute anlässlich des Tags der Deutschen Einheit 6 hessische Bürgerinnen und Bürger für ihre vorbildlichen Leistungen auszeichnen darf.“, erklärte Koch bei der Verleihung in Wiesbaden (Foto: E. Blatt).
Hella Michaelis aus Oberursel habe sich in vielen Ehrenämtern engagiert und sich insbesondere um die Verständigung und Versöhnung mit den Menschen ihrer früheren Heimat Ostpreußen verdient gemacht. Auf ihre Initiative hin sei in der Evangelischen Akademikerschaft 1988 eine Ost-West-Kommission zur Koordination der Aktivitäten in Ländern des ehemaligen Ostblocks gegründet worden und auf den Kirchentagen habe sie das Thema Ost-West-Begegnungen federführend präsentiert. Nach dem Ende der Sowjetunion und der Auflösung der DDR habe sie sich für Hilfsaktionen eingesetzt und diese für die Menschen in der Region Kaliningrad/Königsberg auf den Weg gebracht. Daneben habe sie auch mit eigenen Mitteln und durch Spenden Ausbildungs- und Studienplätze für Jugendliche aus der Region Kaliningrad in Deutschland vermittelt und unterstützt. Mit besonderer Intensität habe sie seit 1997 den kulturellen Austausch für einen Chor aus Jantarnyi/Kaliningrad durch Einladungen vor allem in den Hochtaunuskreis und das Rhein-.Main-Gebiet gefördert. Dabei habe sie neben den gesamten organisatorischen Aufgaben auch für die private Unterbringung und Verpflegung des Chores gesorgt. Mit dem Erlös aus den Konzerten seien die Sängerinnen und Sänger in die Lage versetzt worden, einen Großteil ihres Lebensunterhalts zu bestreiten.
Außerdem ist sie im Deutschen Frauenring, Ortsring Oberursel e.V., aktiv und war als Schöffin am Landgericht Frankfurt sowie als Schiedsperson für den Bezirk Oberursel-Nord einschließlich des Ortsteils Oberstedten tätig.
Durch ihre Aktivitäten in ihrer alten Heimat habe Hella Michaelis wichtige Impulse für das Verständnis der kulturellen Traditionen und der wirtschaftlichen Situation in der schwierigen Transformationsphase Russlands geleistet. Bei den deutschen Partnern habe sie die Motivation für Begegnungen, soziale Aktionen und Versöhnung geweckt und bei den russischen Beteiligten seien Zuversicht und neue Hoffnung für eine selbstgestaltete Zukunft und das Vertrauen auf Versöhnung gestärkt worden.
Für Günther Rudolph aus Taunusstein seien seine traumatischen und sein weiteres Leben belastenden Erlebnisse während seines Aufenthalts in sowjetischen Speziallagern bis 1950 Anlass gewesen, nach seinem Ruhestand und dem Ende der DDR sich für die Aufarbeitung und Aufklärung der Verbrechen des Kommunismus zu engagieren. So habe er mit anderen ehemaligen Häftlingen die Initiativgruppe Lager Mühlberg gegründet und war von 1991 bis 2001 deren Vorsitzender. Unter seinem Vorsitz sei der 1990 aufgekommene Gedanke der Versöhnung über den Gräbern aufgenommen und umgesetzt worden. Dabei seien seine fachlichen, besonders aber seine menschlichen Fähigkeiten für die Mitglieder von außerordentlicher Bedeutung gewesen. Darüber hinaus habe er sich seit 1990 und ab 1998 als Vorsitzender auch im Häftlingsbeirat Speziallager Buchenwald bei der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora ohne Schonung seiner Kräfte für die seriöse Aufarbeitung der Geschichte des Speziallagers Buchenwald engagiert. Er habe Brücken zu anderen ehemaligen Internierten oder ihren Familien gebaut, Kontakte in die Länder des ehemaligen Ostblocks vermittelt und sich auch dort für die Opfer des Stalinismus eingesetzt. Sein Engagement für die Sache der ehemaligen Internierten sei dem Geist der Versöhnung entsprungen. In diesem Sinn habe er sich nachhaltig für Menschenrechte, Toleranz und die Festigung des antitotalitäten Konsenses eingesetzt.
Außerdem gehörte er dem Vorstand der Union der Opferverbände kommunistischer Gewaltherrschaft e.V. an und ist seit 1999 Geschäftsführer der Internationalen Assoziation ehemaliger politischer Gefangener und Opfer kommunistischer Gewaltherrschaft e.V. in Berlin. Daneben habe er sich in den vergangenen Jahren vielfältige Verdienste durch ehrenamtliche Rechtsberatung ehemaliger politischer Häftlinge und Opfervereine erworben. Er erstellte Gutachten und wirkte in Enquetekommissionen mit. Gegenwärtig begleite er juristisch den Zusammenschluss der beiden größten Verbände politischer Häftlinge in Deutschland, der Vereinigung der Opfer des Stalinismus (VOS) und des Bundes der Stalinistisch Verfolgten in Deutschland e.V. (BSV). Günther Rudolph setze sich trotz seines hohen Alters und gesundheitlichen Beeinträchtigungen weiterhin in hohem Maße ehrenamtlich für die Opfer kommunistischer Gewaltherrschaft ein.
Der Pfarrer i.R. Anton Scheuß aus Fulda habe sich bereits zu Zeiten der Trennung Deutschlands in ungewöhnlich hohem Maße für die Begegnung von Menschen aus Ost- und Westdeutschland eingesetzt. Inoffiziell wurden Partnerschaften zwischen verschiedenen deutschen Städten gesucht, aufgebaut und gepflegt. Dank seiner Initiative fanden sogar Treffen der Menschen aus beiden Teilen Deutschlands statt. Sein Hauptaugenmerk habe dabei dem Austausch und dem Treffen von Jugendlichen z.B. bei gemeinsamen Zeltlagern am ungarischen Plattensee gegolten. Darüber hinaus habe Pfarrer Anton Scheuß in den 70er und 80er Jahren zahlreiche Kontakte zu kleineren katholischen Pfarrgemeinden in der damaligen DDR wie z.B. Spremberg, Dresden, Radebeul, Cottbus, Schwarzheide und Zeulenroda aufgenommen, ihnen materielle Hilfe vermittelt und durch persönliche Kontakte diese Verbindungen lebendig gehalten. Das Katholische Krankenhaus St.-Joseph-Stift in Dresden habe in den 80er Jahren dank seines Einsatzes und seiner organisatorischen Vermittlung die Spende und Installation einer Telefonanlage für das gesamt Gebäude erhalten. Und nach dem Fall der Mauer habe er dafür gesorgt, dass der Caritas in Cottbus kostenfrei ein dringend benötigter Transporter mit Hebevorrichtung für die Beförderung von Behinderten zur Verfügung gestellt wurde. Bei all seinem Wirken habe er die Menschen in Ost und West stets ermutigt, an eine gemeinsame Zukunft zu glauben. Dabei habe er nicht nur viel Zeit, Geld und Kraft aufgewandt, sondern sei in Anbetracht der damaligen politischen Lage auch ein hohes persönliches Risiko eingegangen. Um nach der Wende das Zusammenwachsen der Christen aus Ost und West zu fördern, habe er 1990 eine „Woche der Begegnung“ mit Fachleuten aus der Wirtschaft, Institutionen, Versicherungswesen, Verbänden und Politik organisiert. Der dabei im Mittelpunkt stehende Gedankenaustausch zwischen den Gästen aus dem Osten und den Gastgebern im Westen wurde in nachfolgenden Veranstaltungen vertieft. Aus zahlreichen folgenden gegenseitigen Besuchen haben sich zahlreiche Freundschaften zwischen Familien aus den alten und neuen Bundesländern entwickelt, die bis heute gepflegt werden und zur Selbstverständlichkeit geworden seien.
Außerdem habe sich Pfarrer i.R. Anton Scheuß mit beispielgebendem Einsatz für Sinti-Familien in Düsseldorf engagiert. Um deren katastrophalen Lebensbedingungen zu ändern habe er mit beharrlichem Eintreten einen Grundstückstausch ermöglicht und erreicht, dass auf diesem, von seiner Gemeinde zur Verfügung gestellten Grundstück 1983 eine Sinti-Siedlung gebaut wurde. Als Kooperationspartner fand er die Stadt Düsseldorf und die Caritas, so dass noch ein zweiter Bauabschnitt und ein Sozialzentrum (Träger Caritas) gebaut werden konnte. Dies war nur durch seinen persönlichen Einsatz möglich und diese Siedlung werde heute als Vorzeigeobjekt angesehen. Bis zum Ende seiner Tätigkeit in der Pfarrei St. Gertrud habe er nicht nur seelsorgerischen Kontakt gehalten, sondern oft auch finanzielle und materielle Hilfe und Unterstützung geleistet. Viele Jahre sei er auch geschätztes Mitglied des Arbeitskreises Sinti und Roma bei der Katholischen Zigeunerseelsorge im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz gewesen. So habe er jahrzehntelang ehrenamtlich als Brückenbauer für ein geeintes Deutschland und mit großem Einsatz für die in Düsseldorf lebenden Sinti-Familien gewirkt.
Dr. Herfried Stingl aus Groß-Gerau setze sich seit mehr als 30 Jahren für die Belange der Heimatvertriebenen im Kreis Groß-Gerau sowie auf Landes- und Bundesebene ein. Mit seinem unermüdlichen ehrenamtlichen Engagement habe er einen wertvollen Beitrag zum gegenseitigen Verständnis und zur Integration geleistet. Es sei ihm ein besonderes Anliegen, Kultur und Geschichte zu bewahren und durch Vorträge und Dokumentationen auch den nachfolgenden Generationen Kenntnisse über die Vergangenheit und das Schicksal der Deutschen und der slawischen Nachbarn zu vermitteln. So habe er sich in seiner Funktion als Gymnasiallehrer für die Vermittlung der Kultur und Geschichte der östlichen Heimatgebiete im Unterricht eingesetzt. An der Erarbeitung der Hessischen Lehrerhandreichung zur Behandlung von Flucht und Vertreibung sei er aktiv beteiligt gewesen und habe über seine beruflichen Verpflichtungen hinaus bei der Gestaltung des Schülerwettbewerbs „Deutschland und seine östliche Nachbarn“ einen wesentlichen Beitrag geleistet.
Er arbeite in verschiedenen Institutionen mit, wo er sein enormes Wissen einbringe. So war er seit 1971 in verschiedenen Funktionen im Bund der Vertriebenen (BdV) tätig und ist seit 1985 Kreisvorsitzender des Kreisverbandes Groß-Gerau. Seit 1984 ist er auch Vorsitzender des BdV-Ortsverbandes Groß-Gerau, ist Mitglied des BdV-Landesvorstandes Hessen, Mitglied im Landesbeirat für Vertriebenen-, Flüchtlings- und Spätaussiedlerfragen, ist Vorsitzender des dortigen Kulturausschusses und arbeitet im „Arbeitskreis gesellschaftlicher Gruppen“ beim Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland in Bonn mit. Seit 1989 ist er außerdem Mitglied des Landesvorstandes und seit 1995 Stellvertretender Landesobmann der Sudetendeutschen Landsmannschaft (SL) in Hessen. Darüber hinaus habe sich Dr. Herfried Stingl in Groß-Gerau von 1981 bis 1989 als Mitglied der Stadtverordnetenversammlung kommunalpolitisch engagiert. Gleichzeitig war er Vorsitzender des Museums-Fördervereins in Groß-Gerau.
Der Molkereifachmann Walter Theis aus Grebenau habe sich neben seinen Tätigkeiten als Stellvertretender Betriebsleiter bei der Molkereigenossenschaft Grebenau eG sowie als Geschäftsführer und hauptamtliches Vorstandsmitglied der Molkereigenossenschaft Niederjossa eG auch ehrenamtlich in verschiedenen Bereichen für die Milchwirtschaft eingesetzt. So wurde er bereits vor mehr als 25 Jahren von der Überwachungsstelle für Butter und Käse des Landes Hessen als Sachverständiger amtlich berufen und ist einer der dienstältesten Qualitätsprüfer. Zu seinen Aufgaben gehöre die Betreuung des Gütezeichens „Deutsche Markenbutter“. Außerdem unterstütze er als ehrenamtlicher sensorischer Sachverständiger in den Qualitätswettbewerben die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft e.V. (DLG) seit vielen Jahren. Für seinen Berufsstand engagiere er sich darüber hinaus seit 1978 im Verband der Molkereifachleute und Milchwirtschaftler Hessen und Thüringen e.V., dessen Vorsitzender er seit 1998 ist. Nach der Wiedervereinigung habe er maßgeblich daran mitgewirkt, dass der Verband Mitglieder im Partnerland Thüringen gewinnen konnte. Zusätzlich habe er sich dafür eingesetzt, dass die berufsständische Verbandsarbeit in Thüringen wieder aufgebaut wurde und gab dafür technische und persönliche Hilfe.
Als Verbandsvorsitzender ist er auch Vorstandsmitglied der berufsständischen Dachorganisation Zentralverband Deutscher Milchwirtschaftler, ist Mitglied im Ausschuss für Berufsbildung in der Deutschen Milchwirtschaft und aktiv in den Prüfungsausschüssen der milchwirtschaftlichen Lehranstalt in Gelnhausen tätig. Mit seiner überaus aktiven Mitarbeit habe er die hessischen und thüringischen Auszubildenden intensiv betreut und ihnen die für eine berufliche Qualifikation notwendigen Fähigkeiten und Kenntnisse nachhaltig vermittelt.
1995 übernahm er das Amt des Vorsitzenden für die Abschlussprüfungen der Molkereimeister und wurde auf Grund seiner langjährigen Erfahrung in Hessen in den länderübergreifenden Prüfungsausschuss für Zwischen- und Abschlussprüfungen der Molkereifachleute aufgenommen. Sein außerordentliches Engagement in der aus- und Fortbildung habe wesentlich dazu geführt, dem Verbraucher ernährungsphysiologisch hochwertige und sichere Milch und Milchprodukte zur Verfügung stellen zu können. Seit 1998 ist er Vorstandsmitglied der Landesvereinigung Milch Hessen e.V. und vertritt dabei den Verband der Molkereifachleute und Milchwirtschaftler Hessen und Thüringen e.V. Seit 2002 ist er Mitglied des Aufsichtsrates der Molkereizentrale Hessen eG und seit 2003 Aufsichtsratsvorsitzender.
Im kommunalpolitischen Bereich engagiert sich Walter Theis seit 1989 im Ortsbeirat Grebenau für seinen Stadtteil und ist seit 2001 Stadtverordneter und Vorsitzender des Haupt- und Finanzausschusses.
1969 war er Mitbegründer des Schützenvereins Grebenau und ist neben der Zeit von 1969 bis 1980 auch seit 2000 wieder dessen Vorsitzender. Insbesondere engagiere er sich hier für die Fort- und Weiterbildung der Schützenjugend sowie die Nachwuchsförderung, wo er vor allem als Trainer und Betreuer seine Erfahrungen als mehrfacher Kreis- und Bezirksmeister in vorbildlicher Weise einbringe.
Nach ihrer Flucht 1960 mit ihrem Mann und ihren Kindern aus der ehemaligen DDR arbeitete Johanna Wagner aus Weilrod von 1971 bis zu ihrer Pensionierung 1990 an der Grundschule in Rod an der Weil im Sekretariat und gab dort auch Religionsunterricht. Besondere Verdienste habe sie sich im sozialen Bereich erworben. So sei sie nahezu 20 Jahre lang als ehrenamtliche Betreuerin mit großem Einsatz für russlanddeutsche Spätaussiedler im Übergangsheim „Emmershäuser Mühle“ tätig gewesen. Hier hätten zeitweise bis zu 300 Menschen auf engstem Raum zusammen gelebt. Johanna Wagner sei fast täglich in dem Übergangswohnheim präsent gewesen und habe die stetig wachsenden Aufgaben wie beispielsweise Behördengänge, Begleitung zu Arztbesuchen sowie Hilfe und Unterstützung bei der Wohnungs- und Arbeitssuche übernommen. Unermüdlich habe sie mit Unterstützung ihres Mannes Möbel und Haushaltsgegenstände gesammelt, die in Scheunen im Ortsteil Emmershausen zwischengelagert und dann oftmals zur Erstausstattung einer Wohnung genutzt werden konnten. Aber auch Deutschkurse für Kinder und Erwachsene habe sie angeboten und bei den Hausaufgaben geholfen. Sie sei der gute Geist des Wohnheimes gewesen. Die Menschen habe sie auch bei Erziehungs- und Beziehungsfragen unterstützt, habe getröstet, Feste gefeiert und musiziert und so immer wieder für kleine Höhepunkte in dem Übergangswohnheim gesorgt. Für die Hilfesuchenden sei sie jederzeit, auch abends oder an Wochenenden und Feiertagen immer erreichbar und hilfsbereit gewesen.
Darüber hinaus habe sie sich mit großem Einsatz auch im kirchlichen Bereich engagiert: Sie leitete 42 Jahre lang den Kirchenchor in der Evangelischen Kirchengemeinde Emmershausen-Rod an der Weil, hatte 35 Jahre die Leitung des offenen Kinderkreises inne und war von 1966 bis 2002 im Kirchenvorstand, zeitweise auch als Vorsitzende, tätig. In dieser langen Zeit habe sie sich intensiv für die Instandsetzung der Kirchenruine und die Anschaffung einer Orgel eingesetzt. Neben ihren vielfältigen Aufgaben im Kindergottesdienst und im offenen Kinderkreis habe sie auch den Besuchsdienst für alte und kranke Menschen übernommen. Als Mitglied der Dekanatssynode Usingen/Hochtaunus bekleide sie dort mehrere Ämter und war von 1978 bis 2007 als Prädikantin der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau eingesetzt. Außerdem war Johanna Wagner von 1968 bis 1971 Mitglied der Gemeindevertretung der damals noch selbständigen Gemeinde Emmershausen. +++
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