30.06.06 - Gersfeld - „Eigentlich habe ich mich aus einer Laune heraus im Jahr 1981 selbstständig gemacht“, so Firmenchef Siegbert Simon. Nach seiner Meisterprüfung im Jahr 1979 wollte er ursprünglich in seinem Lehrbetrieb weiter arbeiten. Doch eines Tages habe er dann seine Ehefrau mit dem Satz begrüßt: „Du Schatz, was würdest Du sagen, wenn wir unsere eigene Firma eröffnen würden?“.
Am 01.Juli 1981 war es dann soweit. Die Firma Siegbert Simon, Heizungstechnik begann zunächst mit einem Mitarbeiter und einem Auszubildenden. Die erste Baustelle war der Neubau eines Wohn- und Geschäftshauses in Gersfeld. In den Folgejahren entwickelte sich die Firma rasch weiter. Aufträge kamen vor allem von Privatkunden, wo sich bis heute ein fester Kundenstamm aufgebaut hat. Aber auch für ein Generalunternehmer wurde gearbeitet. Dieser hatte sich auf US-Kasernen spezialisiert. Baustellen gab es jetzt in einem Umkreis von bis zu 200 Km Entfernung. Und zeitweise wurden bis zu 16 Mitarbeiter beschäftigt. Es wurden jetzt auch Fernleitungsrohre für Wasserleitungen und Kläranlagen in das Repertoire mit aufgenommen. An- und Umbauarbeiten am Klinikum Fulda, Hotels- und Bürgerhäuser, Schulen und Kindergärten usw. rundeten das Aufgabenfeld ab.
Heute arbeitet die Firma vor allem für Privatkunden. Hier wird dem hohen Ölpreis Rechnung getragen und regenerative Energien, Solar- und Brennwerttechnik in den Focus gestellt. Mittlerweile hat sich ein fester Stamm von 5 Mitarbeitern eingependelt. Zu dem gehören auch Ehefrau Ellen, die gemeinsam mit ihrem Mann die Büroarbeiten erledigt, sowie Sohn Manuel, der das Team komplettieren. Ellen Simon engagiert sich seit 15 Jahren im Arbeitskreis der Unternehmerfrauen im Handwerk, kurz „UFH“ genannt.
Auf dem Foto (v. l. n. r.): Ehefrau Ellen Simon, Sohn Manuel Simon, Siegbert Simon, die Mitarbeiter Peter Richter, Willi Wehner und Klaus Rehm.
Der dienstälteste Mitarbeiter Willi Wehner feiert gemeinsam mit seinem Betrieb 25-jähriges Arbeitsjubiläum. Der Kundendienstmonteur der Firma kann im kommenden Jahr sein 25 jähriges begehen. Als Ausbildungsbetrieb bedauert Simon, dass die Qualifikation der Lehrstellenanwärter immer mehr zu wünschen übrig lässt. Der Ausbildungsberuf zum Anlagenmechaniker für Sanitär- Heizungs- und Klimatechniker-Handwerk habe sich zu einem technisch hoch entwickelten Beruf entwickelt, so das Hauptschüler nur noch mit guten Noten eine Chance hätten, eine Ausbildung positiv abzuschließen.
Als Obermeister der Innung Sanitär-Heizung-Klima Fulda-Hünfeld sowie .Gutachter für Heizungs- und Öltankanlagen bleibe ihm nicht viel Freizeit. So träfe es sich gut, dass der Termin des Jubiläums auf ein Wochenende falle und er als Chef sich mit seiner kompletten Mannschaft Zeit nehmen könne, um Gäste und Kunden am morgigen Samstag und am Sonntag zum Tag der offnen Tür in der Ringstrasse 1A in Gersfeld-Hettenhausen begrüßen zu können. +++
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