TAMARA die Superkuh: Staatspreis für 100.000 Liter Milch - NEU: VIDEO

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21.08.09 - ALLMENROD - "Wir wollen jetzt mal zwei, drei Stunden feiern", sagte Uwe Habermehl. Auch wenn dem Landwirt im Grunde gar nicht dazu zu Mute ist. Denn die Milchbauern kämpfen nach wie vor um ihre Existenz. "Noch zwei, drei Monate können wir diese Lage auf dem Milchpreismarkt überbrücken", erklärte Habermehl. Am Freitagmittag hatte der Landwirt in dritter Generation zumindest Gelegenheit, mit der Hessischen Landwirtschaftsministerin Silke Lautenschläger zu sprechen. "Ich hoffe, sie kann einiges an Informationen mitnehmen, wie es einem Familienbetrieb geht", so Habermehl. Der Anlass des Ministerinnenbesuchs und der kleinen Feier auf Habermehls Hof in Allmenrod, einem Stadtteil von Lauterbach (Vogelsbergkreis) war erfreulicher. Über 100.000 Liter Milch hat die Kuh Tamara bisher produziert und gehört damit zu den besten Kühe in Hessen. Weil die Habermehls zudem intensiv in der Zucht arbeiten, erhielten sie heute eine besondere Auszeichnung des Landes.

„Mit dem Staatsehrenpreis des Landes Hessen werden hessische Tierzüchter für herausragende züchterische Leistungen ausgezeichnet und Aktivitäten von Persönlichkeiten honoriert, die in der Vergangenheit in besonderer Weise zur positiven Entwicklung der organisierten Tierzucht in Hessen beigetragen haben. Die Familie Habermehl ist seit vielen Jahren eine herausragende Säule der hessischen Fleckviehzucht“, erklärte Lautenschläger bei der Preisverleihung.

Bereits seit dem Jahr 1932 werde im Betrieb Habermehl intensiv und mit viel Engagement Fleckviehzucht betrieben. Bei konstanter Herdengröße von rund 60 Kühen gehöre der Betrieb mit rund 10.000 Kilogramm Milch pro Kuh und Jahr schon seit vielen Jahren zu den absoluten Spitzenbetrieben der Rasse Fleckvieh in Hessen und über die Landesgrenzen hinaus, betonte Lautenschläger. „Im letztjährigen Jahresbericht des Hessischen Verbandes für Leistungs- und Qualitätsprüfungen in der Tierzucht e.V. stehen von den 10 besten Fleckviehkühen in Hessen die ersten sieben Kühe in der Herde der Familie Habermehl. Dies unterstreicht das Topniveau der Familien Habermehl im züchterischen Bereich“, lobte die Ministerin und wies darauf hin, dass die intensive Zuchtarbeit auch auf den regelmäßig besuchten Tierschauen auf Kreis-, Landes- und Bundesebene anerkannt werde.

„Ich freue mich sehr, dass ich heute die hohe Auszeichnung an die beiden Familien Habermehl übergeben kann. Dies bedeutet, dass der Name „Habermehl“ auch in den nächsten Jahren einen guten Klang in der bundesdeutschen Fleckviehzucht haben wird. Mit Mark und Julia Habermehl steht bereits die bestens ausgebildete nächste Generation in den Startlöchern. Mit dem erst kürzlich eingeweihten Laufstall mit Melkroboter sind Sie für die Zukunft bestens gerüstet“, machte die Ministerin den jungen Betriebsleitern in der derzeit für die Milcherzeugung schwierigen Zeit Mut.

Zahlreiche Vertreter des Kreisbauernvervbandes, Stadt, Fleckviehverband, Zuchtverband sowie befreundete Landwirte gratulierten am Freitagmittag den Habermehls. Trotz aller Freude über den Preis geht bei den Landwirten die Angst um. In ihrem Grußwort sprach Lautenschläger über Lösungsansätze und Vorschläge. Im Grundsatz waren sich heute alle einig: Die Erlöse für Milch müssten schnellsten wieder steigen, ansonsten drohe in vielen Ställe das Aus. (Hans-Hubertus Braune) +++


Die Superkuh Tamara...

Fotos: Hans-Hubertus Braune

...Landwirtschaftsministerin Silke Lautenschläger ehrte heute die Familie Habermehl, links Uwe Habermehl.

Zeit für ein kurzes Informationsgespräch zur schwierigen Lage...

Tamara war heute aber Anlass zum feiern...

...sie zählt zu den besten Kühen in Hessen.

Die Familie Habermehl mit Landwirtschaftsministerin Silke Lautenschläger (rechts im Bild). Von links: Senior-Chef Richard, Julia, Elfriede, Mark, Uwe und Hiltrud Habermehl.

Der Landtagsabgeordnete Kurt Wiegel (links).

Lauterbachs Bürgermeister Rainer-Hans Vollmöller.

Anstoßen auf Tamara und irgendwann besseren Zeiten...

Das sieht gut aus...

...Wildschwein vom Holzkohlegrill.



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