"Ganz toller Mann" - Bundespräsident KÖHLER wanderte in Rhön - VIDEO

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28.06.08 - WANDERTAG - Froh gelaunt und mit einem Wanderstock "bewaffnet" erklomm Bundespräsident Horst Köhler gemeinsam mit seiner Ehefrau Eva Luise und etwa 200 weiteren Wanderern am heutigen Samstag den Kreuzberg in der Rhön. Der "Lohn" war eine zünftige Brotzeit im Kloster auf dem "heiligen Berg der Franken". Köhler war auf Einladung des Deutschen Wanderverbandes, dessen Schirmherr er ist, zum 108. Wandertag für einige Stunden in die Rhön gereist.

Am Parkplatz des Skilifts Arnsberg warteten die Wanderer vom Rhönklub und mehreren Verbänden, viele Ehrengäste, politische Prominenz wie Bayerns Staatsminister Eberhard Sinner sowie sehr viele Medienvertreter auf den hohen Besuch aus Berlin. Selbst das "urtypische" Rhöner Wetter, nämlich rauer Wind und Nieselregen begrüßte die Köhlers. Im lockeren Wander-Outfit ließ sich Köhler davon nicht abhalten, strahlte und umarmte Rhönklub-Präsidentin Regina Rinke, die bei ihrer Begrüßung vor Rührung fast in Tränen ausbrach, herzlich. Ein ergreifender Augenblick. Die engagierte Hauptorganisatorin des fünftägigen Wandertags in Fulda und der Rhön war glücklich: "Super. Ein Mann zum Anfassen. Er hat zugehört, ein Markierungszeichen gepinselt", sagte Rinke später kurz vor dem Ziel am Kreuzberg.

Unterwegs auf der etwa sechs Kilometer langen Strecke, die an der Haflinger-Alm vorbei und teils steil bergauf zum Kreuzberg führte, unterhielten sich die Köhlers mit vielen Menschen. Sie fachsimpelten, flachsten, interessierten sich und sprachen den Menschen Mut zu. Sympathisch und keineswegs abgehoben wirkte das Ehepaar, ganz staatsmännisch und doch gleichzeitig "normal".

"Ich wandere gerne und kann mich in der freien Natur vom Alltag erholen", sagte Köhler in einem Interview gegenüber osthessen-news. Allerdings meinte er sicher Touren mit seiner Ehefrau und Familie, abseits des öffentlichen Rummels. Denn heute wollten viele Menschen, Organisationen und Initiativen dem Präsidenten während dessen Rhöntour "etwas" sagen oder überreichen. So erhielt Köhler unter anderem einen Erinnerungsstrauß mit Silberdisteln und Informationen vor einer Hinweistafel. Natürlich handelte es sich um gezüchtete Pflanzen, denn die Silberdisteln in freier Natur sind selten und stehen unter Naturschutz. Wenige Meter weiter grüßte die Wandertagswimpelgruppe aus dem Saarland mit einem Jagdhorn-Ständchen und einige Gruppenfotos warteten.

Nach gut zweistündigem Marsch erreichte die große Gruppe dann das Ziel. Doch bevor die Franziskanermönche das Präsidenten-Paar empfangen konnten, wies die Bürgerinitiative gegen den Bau der Bundesstraße 87n auf ihre Ablehnung gegen die neue Trasse hin. Köhler hörte zu und nahm Informationsmaterial entgegen. Etwas erschrocken reagierte das Staatsoberhaupt nachdem ihm die Initiative einen toten Uhu zur Abschreckung zeigte. Der Nachtvogel wurde vor wenigen Tagen auf einer Straße in der Rhön überfahren. "Wir wollen die Natur und ihren Lebensraum hier erhalten", erklärte die Bürgerinitative. Lesen Sie dazu auch einen EXTRA-Bericht mit Bildern am morgigen Sonntag mit folgendem Link: http://www.angelstein-tv.de/OsthessenNews/beitrag_C.php?id=1151898

Dann aber besuchte der Präsident mitsamt seiner großen Schar die Klosterkirche, ließ sich den Altar und die weiteren Besonderheiten der Kirche erklären. Zum Abschluss speiste das Ehepaar mit vielen Ehrengästen, die das Staatsoberhaupt mit standing ovations empfingen, aber ohne den Medientross im rustikalen Gasthof auf dem Kreuzberg. Im Antoniussaal gab es zur Auswahl Schweinshaxe, Fränkischer Sauerbraten oder Putengeschnetzeltes mit entsprechenden Beilagen. Eine "Halbe" Klosterbier durfte ebenfalls nicht fehlen. In Ruhe konnte das Präsidentenpaar allerdings nicht essen. Denn auch hier wollten die Menschen mit Köhler sprechen, ein Foto machen oder ein Autogramm erhalten. Zum Abschied schenkten die Fransizkanermönche den Köhlers noch einen großen "Fresskorb" als Wegezehrung. Gegen 15 Uhr endete der über vierstündige Besuch des Bundespräsidenten und seiner Frau in der Rhön. Mit vielen Eindrücken und von frischer Bergluft durchgeweht reiste der Bundespräsident am Nachmittag zum nächsten Termin. Die Rhön hat sich rau, aber herzlich präsentiert. Und die Köhlers fühlten sich sichtlich wohl. (Hans-Hubertus Braune) +++


Heute Morgen traf Bundespräsident Horst Köhler...

Fotos: Hendrik Urbin

...gegen kurz vor 11 Uhr in Oberweißenbrunn am Arnsberg ein.

Viele Promis aus Fulda empfingen Köhler und seine Frau Eva Luise (links).

Medien ... Medien ... Medien

Einige "normale" Wanderer - von einer der vielen zum Wandertag geführten Gruppen - waren...

...auch am Arnsberg und machten gerade Pause

Allerbeste Laune hatte das Staatsoberhaupt mitgebracht

Nebel und Nieselregen - typisches "Rhönwetter" also - beherrschte die Szene: vermutlich nicht zur Freude der vielen angereisten Medienleute

...den Wanderern wird es relativ egal gewesen sein...

...denn die sind alle Wetterarten gewöhnt

"Ich mag raues, frisches Klima" bekannte der Bundespräsident

...und seine Ehefrau Eva Luise erschien auch recht abgehärtet

Rhönklubpräsidentin Regin Rinke nach dem Marsch mit dem Staatsoberhaupt etwas erschöpft

Anerkennender Blick des Deutschen Wanderverbands-Präsidenten Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß (links, in blauer Hose) hinüber zum fitten Bundespräsidenten

Gespräch mit einem Vertreter der Wanderverbände auf Europäischer Ebene (links)

Und überall: Hände ergreifen, auf Menschen zugehen und ihnen...

...mit deutlichem Interesse Fragen stellen und zuhören

"Ein Mann zum Anfassen" schwäermte später denn auch Regina Rinke

Fesche Wanderkluft statt Amtskette: Fuldas Oberbürgermeister Gerhard Möller (Mitte) mit Frau Michaela

Was die Mitglieder der Wandertagswimpelgruppe aus Saarlouis wohl zu berichten hatten?

Immer wieder Stopp für Fotos: hier beim Eintreffen im Kloster Kreuzberg

Die Präsidentin des Rhönklubs Regina Rinke im Interview mit osthessen-news.

Mit draußen sitzen war es nichts...

....doch dem Bundespräsidenten hat sein Rhönbesuch sichtlich gut gefallen - und hoffentlich auch gut getan!



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