Schneller Zugang ins Internet: Stadt startet Befragung - Appell: "Teilnehmen"

30.01.10 - Hünfeld - Um die Versorgung mit „schnellem Internet“ zu verbessern, startet die Stadt Hünfeld im Rahmen ihrer Breitbandinitiative eine Bedarfserhebung. Auf der Homepage der Stadt Hünfeld, www.huenfeld.de können sich Bürgerinnen und Bürger an einer Datenerhebung beteiligen, die als Grundlage für das Stellen möglicher Förderanträge, aber auch für die Verhandlungen mit verschiedenen Breitbandanbietern erforderlich sind.

Während in der Kernstadt, in Mackenzell, Molzbach, Rückers, Sargenzell, Großenbach, Kirchhasel und Nüst überwiegend schon eine gute Versorgung vorhanden ist, gibt es in den Stadtteilen Michelsrombach, Oberfeld, Oberrombach, Malges, Roßbach und Dammersbach teilweise noch erhebliche Defizite. Gerade Internetinteressenten aus diesem Bereich sollten deshalb unbedingt an der Befragung teilnehmen, empfahl die Stadtverwaltung. Es gehe darum, verlässliches Datenmaterial zu erhalten, das zwingend vorgeschrieben sei, wenn die Stadt Hünfeld mögliche Förderanträge stellen wolle. Außerdem solle die Datenerhebung auch als Grundlage für die Verhandlungen und Gespräche mit potenziellen Anbietern genutzt werden.

Internetnutzer aus der Kernstadt, Mackenzell, Molzbach, Rückers, Sargenzell, Großenbach, Kirchhasel und Nüst sollten den Fragebogen nur dann ausfüllen, wenn der durchgeführte „Speedtest“ eine Übertragungsrate von höchstens sechs Megabit je Sekunde ergeben habe. Im Fragebogen sei eine Anleitung enthalten, wie dieser „Speedtest“ einfach selbst durchgeführt werden kann.

Fragebögen auch im Bürgerbüro erhältlich

Wie Bürgermeister Dr. Eberhard Fennel dazu mitteilte, sei diese Befragung ein Ergebnis eines intensiven Arbeitsgesprächs, das mit dem neuen Breitbandberater im Landkreis Fulda, Sven Butler geführt wurde. In diesem Gespräch, an dem auch der Büroleitende Beamte der Stadtverwaltung, Stefan Schubert, sowie Geschäftsführer Gerhard Biensack und Horst Höfer von den Stadtwerken Hünfeld teilnahmen, wurden verschiedene technische und wirtschaftliche Möglichkeiten erörtert, die Breitbandversorgung mit schnellem Internet im Hünfelder Stadtgebiet zu verbessern.

Die Überlegungen gingen beispielsweise auch dahin, ob mögliche Anbieter die bereits bei vielen Baumaßnahmen in Straßen verlegten Leerrohre nutzen können, damit Anbieter möglichst kostengünstig und damit für den Verbraucher wirtschaftlich eine qualifizierte Versorgung aufbauen könnten. Die gegenwärtig zur Verfügung stehenden Fördermittel des Landes seien dagegen mit einem Finanzvolumen von rund sieben Millionen Euro unzureichend, um kurzfristig zu Verbesserungen zu kommen.

Dennoch, so Bürgermeister Dr. Fennel, sei eine schnelle Internetversorgung von zunehmender Wichtigkeit für den Wirtschaftsstandort, aber auch für den Wohnstandort Hünfeld. Deshalb soll zunächst diese Befragung mit hoher Priorität vorangetrieben werden, um auf dieser Grundlage dann weitere Schritte unternehmen zu können.

Sehr dankbar zeigte sich der Bürgermeister auch für die Initiativen der Ortsbeiräte des Buchfinkenlandes und von Sargenzell, die gegenwärtig eine Haushaltsbefragung durchführten, um grundsätzlich das Interesse an einer schnellen Internetversorgung zu erkunden. Diese Befragung müsse aber durch einen ganz konkreten Erhebungsbogen ergänzt werden, in dem die Nutzer beispielsweise Angaben zur Leistungsfähigkeit ihres vorhandenen Anschlusses und zur gewünschten Versorgungsqualität machen sollten. Der Bürgermeister hofft auf eine möglichst breite Beteiligung an dieser Befragung, damit die Verbesserung der Versorgung vorangetrieben werden kann. +++


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