1,7 Millionen für Breitbandverkabelung aller Landkreisgemeinden

30.10.09 - Bad Neustadt - 1,7 Millionen Euro kostet die Breitbandverkabelung aller 37 Gemeinden im Landkreis Rhön-Grabfeld. Diesem Betrag hat der Kreistag am Mittwochnachmittag bei seiner Zusammenkunft im Landratsamt Bad Neustadt zugestimmt. Der Anteil der Gemeinden beträgt 30 Prozent der Gesamtkosten, die über die Kreisumlage finanziert werden. Damit ist der Landkreis Rhön-Grabfeld der erste und bisher einzige in Bayern, der bei der Breitbandverkabelung alle Gemeinden „unter einen Hut gebracht hat“, wie Landrat Thomas Habermann sagte. Alle hätten an einem Strang gezogen und so finanzieren auch die Städte und Gemeinden mit, die schon Breitband haben.

Mit Richtfunk und einem innerörtlichem Kupfernetz kommt der schnelle Internetanschluss nun in den entferntesten Winkel des Landkreises Rhön-Grabfeld und zwar mit einer Gesamtleistung von bis zu 50 MB. Ohne die Solidarität aller Gemeinden wäre dies nicht möglich gewesen, lobte der Landkreischef. Bereits im kommenden Jahr sollen dann die Gemeinden angeschlossen werden. Gemeinden wie Bastheim, Löhrieth, Willmars, Serrfeld oder Zimmerau und Schmalwasser, die haben dann einen schnellen Internetanschluss. In die Privathaushalte gelangt der Anschluß mit 6 bis 16 MB, das ist die Übertragungsrate pro Sekunde, erläutert Geier. Firmen können sich dann schnellere Anschlüsse dazu kaufen. Sieben Angebote wurden insgesamt eingeholt, wobei das Angebot, das mit Richtfunkstrecke und dann den Anschluß an das interne Kupfernetz der jeweiligen Gemeinde das Kostengünstigste war.

„Die Solidargemeinschaft hat sich damit ausgezahlt,“ stellte Landrat Thomas Habermann fest und dankten den Kommunen, die schon den schnellen Internetanschluss haben, sich aber trotzdem an der Gesamtmaßnahme beteiligen. Der Anstoß für die Breitbandverkabelung aller Gemeinden sei ja von diesen selbst gekommen. Breitbandanschluß ist für jeden Bürger heute unumgänglich sagte Dr. Christian Machon von der CSU-Fraktion und auch der Fraktionsvorsitzende der SPD Egon Friedel begrüßte die flächendeckende Versorgung mit Breitband. Eine rasche Umsetzung sollte nun erfolgen. Diskussionen rankten sich kurz um eine Veranstaltung der Telekom, wobei Dr. Jörg Geier die Bedenken aber ausräumen konnte. Man habe die neuste Technologie und bekomme dafür auch entsprechende Zuschüsse.

Schnell war man sich einig, nicht lange zu warten, sondern die Förderanträge zu stellen. Angesprochen wurde aber auch, daß bei künftigen Straßenbauarbeiten Leerrohre gelegt werden sollten, damit Kabelanschlüsse eingebracht werden können. Die Kosten der Maßnahme werden im Haushalt 2010 bereitgestellt, die Aufträge können damit aber sofort vergeben werden. (hf) +++


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