| 03.08.09 - Hünfeld - „Eine der Stärken meines Wahlkreise ist die herrliche Landschaft, die mit wunderbaren Rad- und Wanderwegen für Besucher erschlossen ist. Ich bereise meinen Wahlkreis mit dem Fahrrad, um auf die Besonderheiten unserer Region hinzuweisen und mich selbst vor Ort zu informieren“ erklärte Claudia Blum.
Mit einer Drei-Generationen-Radtour auf dem Kegelspiel-Radweg starteten die Sozialdemokraten von Hünfeld, Burghaun und Eiterfeld in den Bundestagswahlkampf. Begleitet wurde die Bundestagskandidatin Claudia Blum u. a. von SPD-Urgesteinen wie dem Hünfelder „Siggi“ Wittrowski, von Stadtrat Bernhard Schmitt, von den Bürgermeistern Alexander Hohmann (Burghaun), Hermann-Josef Scheich (Eiterfeld) als Vertreter der mittleren Generation sowie von einer Gruppe junger Leute, die sich am Abend in Mackenzell als Juso-Arbeitsgemeinschaft des SPD-Ortsvereins Hünfeld gründete.
Für die SPD-Bundestagskandidatin und für deren Begleittross war es ein sehr erlebnisreicher Tag, bietet doch eine Tour auf dem Kegelspiel-Radweg nicht nur viel landschaftliche Abwechslung. Wie an einer Perlenschnur reihen sich sowohl die touristischen als auch die für die kommunale Infrastruktur bedeutenden Einrichtungen rechts und links des Radweges aneinander. Bevor die Radlergruppe vom „Gänseplatz“ startete, besichtigte sie in Hünfeld das Konrad-Zuse-Museum. Klaus Ströber, der ehrenamtlich für die Führungen zuständig ist, erwies sich als sehr kenntnisreicher und museumspädagogisch versierter Kenner des Lebenswerkes von Prof. Konrad Zuse. Der Erfinder des Computers lebte von 1975 an in Hünfeld. „Er war einfach ein Genie“, konstatierte Ströber.
Weitere Stationen der SPD-Radtour waren der im Bau befindliche Hackgut- und Schredderplatz in Burghaun als Baustein eines Kreislaufsystems zur Energiegewinnung , der ehemalige Ostbahnhof in Burghaun mit dem Café „Die Bimbel“, der zu einem Grillplatz/Kinderspielplatz mit Freilufttheaterbühne umgewandelte Steinbruch in Steinbach sowie am Scheitelpunkt der Tour der „Zintlhof“ in Eiterfeld-Leibolz. „Was in so kurzer Zeit seit Bestehen des Kegelspiel-Radweges schon alles geschaffen wurde, ist bewundernswert und stärkt weiter seine Anziehungskraft“, erklärte Claudia Blum. Claudia Blum lobte besonders die beispielhafte Zusammenarbeit zwischen Kommune und Bürgern, wie die Burghauner dies beim Grillplatz im ehemaligen „Siegels-Steinbruch“ praktizierten.
Die Gemeinde hat in enger Zusammenarbeit und mit Unterstützung des Steinbacher VdK – er alleine leistete dabei 1500 Arbeitsstunden – im ehemaligen einen Grillplatz mit Kinderspielplatz sowie eine Theaterfreilichtbühne geschaffen. Auf dieser vor kurzem eingeweihten Anlage hat der VdK beste Voraussetzungen für die gesellige Verbandsarbeit geschaffen, sie dient aber auch dazu, das Kulturprogramm in der Marktgemeinde Burghaun durch zahlreiche Veranstaltungen, wie z. B. Theateraufführungen, zu fördern.
Ein Höhepunkt der Tour war die Besichtigung des Zintlhofes in Eiterfeld-Leibolz. Der Geflügelhof Zintl in Eiterfeld-Leibolz wird seit 1996 von Thomas und Beatrix Zintl zur Geflügelzucht und -vermarktung betrieben. Der neue Hofladen bietet ein vielfältiges Angebot aus eigener Produktion. Die Tierliebe der Familie Zintl und ihre Tatkraft hat zur touristischen Attraktion in Eiterfeld geführt, denn gemeinsam mit dem Federvieh teilen sich inzwischen Wasserbüffel, Schwäbisch-Haller Sattelschweine, Pferde. Lamas, Esel, Nandus und Kamele die 25 Hektar Grund und Boden. Von weit her kommen die Besucher, um z. B. an einer Kamelkarawane durch das Hessische Kegelspiel teilzunehmen. Claudia Blum nahm das Angebot der Zintls gerne an, vom Rücken eines mongolischen Kamels aus die kuppenreiche Landschaft zu bewundern. In einem Gespräch mit Familie Zintl und dem Eiterfelder Bürgermeister Hermann-Josef Scheich (SPD) ließ sich Claudia Blum, die hauptberuflich als Unternehmensberaterin tätig ist, über die Entwicklung des Tourismus als bedeutendem Wirtschaftsfaktor im Hessischen Kegelspiel informieren. Bürgermeister Scheich erklärte, es gebe vor Ort noch viel Potential, das zu nutzen sei. In Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und Anbieter könne man z. B. das Tourenangebot des Zintlhofes noch weiterentwickeln.
Am Ende der SPD-Radtour in Hünfeld-Mackenzell begleitete der Fernsehsender „arte tv“ die Wahlkampftour. Das Team machte Aufnahmen von den Radlern im roten SPD-Dress, filmte die Bundestagskandidatin beim Gespräch mit Mackenzellern und machte mit ihr ein Interview über ihren Wahlkampf auf einem für die SPD schwierigen Terrain im traditionellen konservativen Osthessen. Die arte-Fernsehjournalistin sprach dann auch noch mit den Mitgliedern der frisch gegründeten Hünfelder Juso-Arbeitsgemeinschaft. +++
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