Gleich vier Vogelsberger Liberalen in den Bezirksvorstand der FDP gewählt

04.03.09 - Region - In großer Einigkeit und voller Zuversicht für eine erfolgreiche liberale Interessenvertretung führten die mittelhessischen Liberalen am Montag ihren Bezirksparteitag in Biedenkopf durch. Dabei setzten die 41 Delegierten aus den Kreisverbänden Gießen, Lahn-Dill, Marburg- Biedenkopf und Vogelsbergkreis vor allen auf schon bewährte Personen. Mit 39 Stimmen wurde der Giessener Landtagsabgeordnete Wolfgang Greilich zum FDP-Bezirks-vorsitzenden wiedergewählt.

In seinem politischen Rechenschaftsbericht ging Greilich besonders auf die gestärkte Rolle der Liberalen in Wiesbaden und der Region ein. So hat sich durch das Wahlergebnis der Landtagswahl die Zahl der mittelhessischen FDP-Abgeordneten von 1 auf 3 erhöht, so dass fast alle Kreisverbände mit einem eigenen Abgeordneten in Wiesbaden vertreten sind. Auch politisch ist die mittelhessische FDP mit dem schulpolitischen Sprecher Mario Döweling, dem hochschul- und forschungspolitischen Sprecher Dr. Matthias Büger und dem stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Wolfgang Greilich, der gleichzeitig die Position des innenpolitschen Sprechers innehat, in Wiesbaden gut aufgestellt.


Zu stellvertretenden Bezirksvorsitzenden wurden mit jeweils 37 Stimmen die beiden Landtagsabgeordneten Dr. Matthias Büger (Wetzlar) und Mario Döweling (Kirtorf) gewählt. Als Bezirksschatzmeister wurde der Vorsitzende der FDP-Regionalversammlungsfraktion Karl Zissel (Wetter) mit 39 Stimmen im Amt bestätigt. Dieser hatte in seinem Rechenschaftsbericht von einer zwar durch die beiden Landtagswahlkämpfe geminderten Kassenlage berichtet, die aber trotzdem eine Unterstützung der Kreisverbände auch im anstehenden Europawahlkampf zulasse.

Als Beisitzer in den Bezirksvorstand wurden aus dem Kreisverband Vogelsbergkreis Gernot Müller (Lauterbach) und Walter Althaus (Schlitz) gewählt; Europabeauftragter wurde Daniel Pöhland- Block aus Mücke.

Für die Kandidatenliste zur Bundestagswahl nominierte der Bezirksparteitag einstimmig Dr. Hermann Otto Solms als Spitzenkandidat der heimischen FDP. Ihm folgen, ebenfalls einstimmig, Wolfgang Berns aus Lahn-Dill und Jörg Behlen aus Marburg- Biedenkopf.

In einem Grundsatzreferat „Wege aus der Krise“ ging der Bundestagsvize- Präsident und finanzpolitische Sprecher der Bundes- FDP Solms vor allem auf liberale Lösungsansätze zur Krisenüberwindung ein. Konjunkturprogramme im Stile der 70iger Jahre bevorzugten die Großindustrie und führten nach einem kurzen Strohfeuer nur zu einer höheren Verschuldung. Wichtig sei aber, dass der private Sektor und der Mittelstand wieder in die Gänge kommt. Dazu seien Abgaben- und Steuerentlastungen zwingend notwendig. Nur durch die Förderung der Prinzipien der Sozialen Marktwirtschaft könne sich die deutsche Wirtschaft wieder erholen und nach der Krise umso gestärkter in dem globalen Wettbewerb bestehen. Die Menschen selbst müssten dabei unterstützt werden, selbst aktiv zu werden, wobei neben der Senkung der Abgabenquote auch die staatliche Verschuldung sinken müsse.+++


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