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03.03.09 - Bad Soden-Salm.

Msgr. Johannes Goedeke begeht das seltene 70-jährige Priesterjubiläum

Das äußerst seltene 70jährige Priesterjubiläum kann am 5. März Pfarrer i. R. Monsignore Johannes Goedeke (Bad Soden-Salmünster) feiern. Der im 95. Lebensjahr stehende Geistliche wirkte fast ein Vierteljahrhundert als Seelsorger in der Pfarrei St. Laurentius in Bad Soden und prägte sie wesentlich. Auch nach Eintritt in den Ruhestand 1984 hat er immer wieder bereitwillig in der Seelsorge ausgeholfen, vor allem als Subsidiar in Marborn.

Geboren 1914 in Kladau bei Danzig, wo sein Vater als Lehrer wirkte, besuchte er das Städtische Gymnasium in Danzig und bestand dort 1933 die Reifeprüfung. Anschließend studierte Goedeke in Braunsberg (Ostpreußen) und Freiburg i. Br. Philosophie und Theologie. 1939 empfing er im Dom zu Danzig-Oliva die Priesterweihe. Hier erhielt er auch seine erste Anstellung als Vikar und Religionslehrer an einer Oberschule. 1940 erfolgte die Einberufung zum Sanitätsdienst bei der Wehrmacht. Als Sanitätsunteroffizier geriet er 1944 in russische Gefangenschaft, aus der er erst Weihnachten 1949 entlassen wurde.

Nach kurzer Tätigkeit als Religionslehrer in Düsseldorf kam der Jubilar 1950 als Kaplan in die Herz-Jesu-Pfarrei in Kassel-Niederzwehren. 1956 übernahm er die Diasporagemeinde Neukirchen am Knüll mit dem Auftrag, hier eine Kirche zu bauen. Ein Jahr, nachdem er dieses Werk vollendet hatte, wurde er im Juni 1960 als Pfarrer nach Bad Soden berufen. Was in seiner ersten Seelsorgestelle begonnen, setzte er hier fort. Auch in Bad Soden machte er das Bauen zu seinem „notwendigen Hobby“: Der Einbau einer Kirchenheizung, der Umbau des Jugendheimes, die Innengestaltung der Pfarrkirche und die Renovierung des Kirchendaches, vor allem aber die Errichtung des Gemeindezentrums „Maximilian-Kolbe-Haus“ mit dem nahen Kindergarten zählten hier zu seinen Aufgaben.

Aber mehr noch als der äußere Aufbau lag ihm das innere Wachstum seiner Pfarrgemeinde am Herzen. Von ganzem Herzen Seelsorger, kümmerte er sich um Kinder wie alte Menschen, um die Kranken, die Jugend und die gesamte Pfarrfamilie. Darüber hinaus wirkte Pfarrer Goedeke acht Jahre als Dechant des Dekanates Salmünster, bis er dieses Amt 1968 aus gesundheitlichen Gründen niederlegen mußte. Danach war er bis zum Eintritt in den Ruhestand als stellvertretender Dechant tätig. Das Vertrauen, das er bei den Danziger Katholiken in der Bundesrepublik Deutschland genießt, kam 1964 in der Ernennung zum Konsistorialrat durch den Apostolischen Visitator der Danziger Katholiken zum Ausdruck. In Anerkennung seiner seelsorglichen Verdienste ist ihm von Papst Johannes Paul II. 1988 der Titel „Päpstlicher Kaplan“ (Monsignore) verliehen worden.+++

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