| 31.01.09 - Fulda - Hoher Besuch im Clubheim des Tanzsportclubs (TSC) Fulda: Der Staatssekretär und Mitglied des Hessischen Landtages Dr. Walter Arnold sowie der Oberbürgermeister der Stadt Fulda, Gerhard Möller, machten sich vor Ort ein Bild über die Aktivitäten des TSC Fulda im Rahmen des Bundesprogammes “Integration durch Sport” des Deutschen olympischen Sportbundes” (DOSB). Der TSC Fulda ist mit seiner Integrationsgruppe für muslimischen Frauen und eine großen Anzahl an Mitgliedern mit Migrationshintergund einer von zwei Stützpunktvereinen in Fulda des von der Sportjugend Hessen im Auftrag des DOSB betreuten Integrationsprogrammes “Integration durch Sport”, welches Bestandteil des Nationalen Integrationsplanes ist.
Auf eine Initiative des ebenfalls anwesenden Vorsitzenden des Sportkreises 18, Thomas Wenig war vor gut zwei Jahren in Zusammenarbeit mit den örtlichen muslimischen Vereinen nach einer Möglichkeit gesucht worden,muslimischen Mitbürgerinnen zu ermöglichen, in Einklang mit ihren Glaubensregeln, Sitten und Gebräuchen sich sportlich zu betätigen und dabei auch mit Frauen aus anderen Kulturkreisen in Kontakt zu kommen.
Die beim TSC daraufhin als Versuchsprojekt gegründete reine Frauengruppe ist nunmehr zum festen Bestandteil des Vereinslebens geworden. Unter der Betreuung von Jutta Schulz, Marbach, trainieren heute zweimal wöchentlich jeweils eineinhalb Stunden ca 30 muslimische Frauen und Mädchen aus acht Nationen, darunter Afghanistan und Eritrea und überwiegend der Türkei gemeinsam mit Deutschen Rhythmische Gymnastik und Aerobic.
Die Fluktuation sei gering, berichtet die erfahrenen und resolute Übungsleiterin auf interessierte Nachfrage des Oberbürgermeisters. Die Umgangssprache sei Deutsch und durch gelegentliches gemeinsames Frühstück oder auch ein gemeinsames Abendessen gäbe es viele Gelegenheiten, auch die anderen Nationalitäten kennen zu lernen, Dies wurde von den anwesenden muslimischen Teilnehmerinnen aus Petersberg, Künzell und Fulda bestätigt. Für sie sei es auch eine besondere Erfahrung, Gleichgesinnte anderere Nationalitäten mit einem ähnlichen kulturellen Hintergrund zu treffen.
Ein wesentliches Hindernis für die Integration seien jedoch fehlende finanzielle Mittel, stellten alle Teilnehmerinnen übereinstimmend fest. Viele Teilnehmerinnen könnten sich den schon sehr moderaten Vereinsbeitrag nicht leisten. Hier versprach der Staatssekretär und Mitglied des Hessischen Landtages Dr. Arnold Abhilfe.
Konkret überreichte der Integrationsbeauftragte der Sportjugend Hessen, Peter Schreiber Keulen, Therabänder und Gymnastikbälle. Der 1. Vorsitzende des TSC Fulda, Franz Mahr wies abschließend auch auf den jungen Nachwuchs mit Migrationshintergrund insbesondere aus Osteuropa bei den Breakdancern und im Jugendbereich der Lateintänzer hin. Auch hier zeige sich, das Integration durch Sport gelingen kann. +++
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