 | | Die beiden Bürgermeister Hermann-Josef Scheich (links) und Paolo Zoffoli im T-Shirt der Nyckelharpa-Fortbildung und mit dem Informationsheft der Gemeinde von EiterfeldFotos: Karsten Evers |
 | | Die Burg der italienischen Stadt Forlimpopoli |
 | | Die Gesprächsteilnehmer im Amtszimmer der Bürgermeisters vor der Fahne von Forlimpopoli (v. links): Mauro Grandini (Kulturdezernent von Forlimpopoli), Marco Ambrosini (Musiker, Initiator und Dozent der Europäischen Nyckelharpa-Fortbildung in Italien und Deutschland), Per-Ulf Allmo (Schweden, Musikwissenschaftler und weltweit bester Kenner der Geschichte der Nyckelharpa), Hermann-Josef Scheich (Bürgermeister der Marktgemeinde Eiterfeld), Paolo Zoffoli (Bürgermeister von Forlimpopoli), Marco Bartolini (Direktor der Musikschule von Forlimpopoli, Scuola di Musica Popolare di Forlimpopoli), Karsten Evers (Dozent und Fachbereichsleiter der Akademie BURG FÜRSTENECK) |
 | | Die Nyckelharpa-Klasse beim Konzert |
| 31.08.08 - Eiterfeld - Über die Möglichkeiten einer internationalen Zusammenarbeit im Bereich der Musik haben in Italien der Eiterfelder Bürgermeister Hermann-Josef Scheich und der Dozent der Akademie Burg Fürsteneck, Karsten Evers, bei einem Besuch in Italien beraten. Scheich und Evers waren vom 22. - 25. August Gäste der Gemeinde Forlimpopoli, die im Zentrum Italiens zwischen Bologna und Rimini gelegen ist. In Gesprächen mit dem italienischen Bürgermeister, Paolo Zoffoli und dem Direktor der Musikschule Marco Bartolini wurden Perspektiven einer Kooperation insbesondere im Bereich der Musik erörtert.
Zwischen der Akademie Burg Fürsteneck und der Scuola di Musica Popolare di Forlimpopoli besteht schon seit einigen Jahren ein enger Kontakt bei der Ausbildung von Musikern und Musikpädagogen auf dem schwedischen Musikinstrument Nyckelharpa. Bei einer Nyckelharpa werden die Saiten mit einem Bogen gestrichen und die Tonhöhe mit einer aufwändigen Tastatur variiert. Vom Mittelalter bis in die Barockzeit war das Instrument auch in Deutschland (unter dem Namen „Schlüsselfidel“) und Italien (als „Viola d’amore a chiavi“) bekannt. Danach geriet es in Vergessenheit und wurde nur noch in einem kleinen Landstrich in Schweden gespielt. In den letzen Jahren aber erobert die Nyckelharpa die internationale Musikwelt erneut und es entsteht ein erhöhter Bedarf an gut ausgebildeten Nyckelharpa-Spielern und –Lehrern. Außerhalb Schwedens wird eine entsprechende Berufs begleitende Fortbildung für Musiker weltweit nur in Eiterfeld und Forlimpopoli angeboten.
Auf Einladung des Bürgermeisters von Forlimpopoli wurde jetzt mit dem Besuch auch direkter Kontakt zwischen den Gemeinden aufgenommen, um einerseits das Nyckelharpa -Projekt zu unterstützen und andererseits aber auch weitere Möglichkeiten der Kooperation zwischen Gemeinden zu prüfen, die diese einzigartige Fortbildung verbindet und die mit der Akademie Burg Fürsteneck und der Scuola di Musica Popolare die entsprechenden renommierten Fortbildungsinstitute beherbergen. Mit dem Musikwissenschaftler Per-Ulf Allmo und dem Nyckelharpa-Bauer Olle Plan waren auch zwei Vertreter aus Schweden anwesend, wo mit dem Eric-Sahlström-Institut der dritte Kooperationspartner bei der Europäischen Nyckelharpa-Fortbildung beheimatet ist.
In Italien konnten die Gäste neben den Kooperationsgesprächen drei Tage lang ein anspruchsvolles Musik-Festivalprogramm erleben, das die italienische Musikschule im Auftrag der Gemeinde in dem Hof der großen und hervorragend erhaltenen Burg von Forlimpopoli ausgerichtet hatte. Krönender Höhepunkt war das beeindruckende Abschlusskonzert der italienischen Nyckelharpa-Klasse nach drei Jahren intensiver Fortbildung. Die Studierenden spielten ein abwechslungsreiches Programm von Mittelalter bis zu avantgardistischer neuer Musik mit Einlagen aus Folk- und Kaffeehausmusik.
Ein Gegenbesuch des italienischen Bürgermeisters in Eiterfeld ist bei den Internationalen Nyckelharpa-Tagen auf BURG FÜRSTENECK Anfang Oktober verabredet. Die Möglichkeit, die italienischen Nyckelharpa-Studenten mit ihrem Konzertprogramm nach Eiterfeld einzuladen, wird noch geprüft.
Informationen zum Projekt „Europäische Nyckelharpa-Fortbildung“ sind unter www.nyckelharpa.eu nachzulesen. +++
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