Tiere als Weihnachtsgeschenk? Verantwortung sollte gut überlegt sein

 

05.12.07 - Lauterbach - Ist der süß. Den will ich auch. Krieg ich den zu Weihnachten? Fast allen Eltern sind diese Sätze nur allzu vertraut. Der Wunsch nach einem Haustier ist verständlich und gerade die Weihnachtszeit verlockend. Aber ein Haustier ist kein Stofftier. Es ist ein Lebewesen das Ansprüche stellt, Zeit und Geld kostet. Egal ob Hamster oder Hund. Wer die Verantwortung für ein Tier übernimmt, sollte gründlich darüber nachdenken. Verantwortung will gelernt sein. Trotz aller hoch und heiligen Versprechungen der Kinder in der Vorweihnachtszeit bleibt ein großer Teil der Verantwortung bei den Erwachsenen.

Die Anschaffung will also gut überlegt sein. Sind alle Familienmitglieder damit einverstanden? Gibt es Allergien? Wer kümmert sich im Urlaub um das Tier? Ist der Vermieter einverstanden? Ein Haustier kostet Geld. Nicht nur für das Futter. Hundesteuer, Haftpflichtversicherung, Tierarztkosten, Medikamente. Da kommt schnell etwas zusammen.

"Wir wollen Ihnen ein Haustier nicht mies machen. Wir wollen nur, dass Sie vorher gut über die Anschaffung nachdenken und alle in der Familie für ein Haustier sind. Wir wollen Ihnen und dem Haustier ein Schicksal ersparen, mit dem wir täglich konfrontiert werden. Hunderte von Tieren landen jährlich im Lauterbacher Tierheim. Die Gründe klingen irgendwie alle gleich. Umzug, Allergie, berufliche Veränderung, kein Geld mehr", schreibt das Lauterbacher Tierheim in einer Pressemitteilung.

Wer zu dem Entschluss kommt, sein Leben mit einem Haustier zu teilen, kann nach den Weihnachtsfeiertagen beim Lauterbacher Tierheim vorbei schauen. Auch die kleine Chihuahua-Hündin Hermine (Foto) war vermutlich irgendwann einmal ein Weihnachtsgeschenk. Sie wurde genau acht Wochen vor Weihnachten im Jahr 1997 geboren und einen Tag vor ihrem zehnten Geburtstag mit den Worten „wir haben keine Zeit mehr für sie“ im Tierheim abgegeben. +++


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