Umfangreich restauriert: die Orgelpfeifen.

Der neue Orgel-Spieltisch auf der Empore ...

18.10.10 - FULDA

Benediktinerinnen-Orgel jetzt mit "Stimme des Himmels" - Sanierung für 80.000 Euro

Mit der feierlichen Vesper "Jubilate cum organo" wurde am Sonntagnachmittag die komplett restaurierte Orgel der Benediktinerinnenabtei in Fulda eingeweiht. Die Orgel, deren älteste Teile auf das Jahr 1910 zurückgehen, wurde nun zum 100. Geburtstag innerhalb von drei Monaten von der Orgelbaufirma Förster und Nicolaus (Lich/Oberhessen) grundlegend überarbeitet. Die Gesamtkosten belaufen sich hierfür auf rund 80.000 Euro, die unter anderem durch Spenden, die Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen und Zuschüsse vom Landesamt für Denkmalpflege aufgebracht wurden. "Die Orgel war hörbar in einem schlechten Zustand, für die Restaurierung war es höchste Eisenbahn", erläutert Kantorin Schwester Angela Rumstadt. "Endlich können die gregorianischen Choräle bei unserem morgendlichen Gebet wieder musikalisch begleitet werden", freut sich auch Benediktinerinnen-Äbtissin Benedikta Kranz.

Domorganist Prof. Hans-Jürgen Kaiser als Berater

"Zum letzten Mal wurde die Orgel 1928 restauriert", erklärte Domorganist Prof. Hans-Jürgen Kaiser, der bei den Arbeiten beratend zu Seite stand und im Anschluss an die Vesper in einem Orgelkonzert das restaurierte Instrument erklingen ließ. Neben der gründlichen Sanierung der Pfeifen und der Erneuerung der Elektronik habe die Orgel ein zusätzliches Register mit dem Namen "Voce Celeste" (Stimme des Himmels) erhalten. Durch dieses ist nun die sogenannte "Schwebung", ein charakteristischer Klang, zu hören. Neu ist auch der Spieltisch, der sich nun in fünf Meter Abstand von der eigentlichen Orgel befindet. Vom Spieltisch können nun die Holzlamellen, hinter der sich die Orgelpfeifen befinden, elektronisch geöffnet und geschlossen werden. Somit könne auch der Klang beeinflusst werden erläutert,, Prof. Kaiser.

Die Benediktinerinnenabtei zur heiligen Maria

Die Abtei der Benediktinerinnen zur heiligen Maria - in Fulda volkstümlich "Nonnenkloster" genannt - wurde 1626 gegründet. In dem Kloster in der Nonnengasse 16 leben derzeit 29 Frauen, die ihr Leben nach dem Evangelium Jesu Christi unter Einhaltung der Benediktusregeln ausrichten und so einen Weg zu Gott suchen. Mitte ihres benediktinischen Lebens bildet die tägliche Eucharistiefeier und das den Tag gliedernde Stundengebet. Zudem übernehmen die Schwestern Haus- und Küchenarbeit, versorgen die gesunden und kranken Schwestern, arbeiten in Sakristei und Kirche sowie an der Klosterpforte und im Gästehaus. Außerdem werden Kurse zu Glaubensthemen und Besinnungszeiten im Kloster angeboten. Weit über Fulda hinaus bekannt sind auch der Klostergarten, in dem u.a. Obst und Gemüse zur Eigenversorgung biologisch-dynamisch angebaut wird, der Klosterladen und die kleine Holzwerkstatt. Die Gottesdienste sind öffentlich, Besucher sind herzlich willkommen. (jd) +++


... der Abteikirche der Benediktinerinnen.

Die Orgelpfeifen befinden sich hinter einem Generalschweller aus Holzlamellen, der vom Spieltisch geöffnet und geschlossen werden kann


Domorganist Prof. Hans-Jürgen Kaiser stand den Restauratoren beratend zur Seite und spielte als erster auf der neuen Orgel.

Benediktinerinnen-Äbtissin Benedikta Kranz.


Die Basspfeifen der Orgel.

In dieser kleinen Kammer musste bis vor Kurzem die Organistin am Spieltisch Platz nehmen. Nun ist hier die Orgelelektronik untergebracht.



Das Benediktinerinnenkloster in ...


... der Nonnengasse in Fulda.

Schwester Angela Rumstadt wird auch auf der restaurierten Orgel spielen.



Zahlreiche Besucher bei der heutigen Vesper.


rechts: Prof. Dr. Richard Hartmann.

In einem Nebenraum kann man sich über die Restauration ...


... der Orgel informieren.


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