11.01.10 - REGION

Nach 24 Tagen gefunden: verschwundener Kater Janosch wieder zuhause

Es gibt immer wieder Ereignisse, die "gut ausgehen" - und gerade am Jahresanfang ist das doch etwas Tröstliches. Im Dezember hatte osthessen-news über den "ausgebüxten Kater Janosch" geschrieben, der sich in Petersberg an einer Tankstelle davon gemacht hatte und dessen Besitzerfamilie verzweifelt war. Nachdem sich der "rote Stubentiger" noch nicht in seiner Heimat Böckels eingefunden hatte, berichtete ON über Weihnachten von der Suche und den Bemühungen der Sauers, die etwa Plakate in Petersberg aufgehängt hatten. Doch es hieß: "Leider haben alle unsere Mühen bislang zu keinem Ergebnis geführt und der Kater bleibt verschwunden".

Am 27. Dezember meldete sich bei ON eine Leserin aus Friesenhausen, bei der eine rote Katze herumstrich. Hoffnung! Aber die Fahrt der Sauers in den Dipperzer Ortsteil war umsonst: bei dem Tier handelte es sich nicht um Janosch. Zu der Enttäuschung kam dann noch die Sorge um den Vierbeiner wegen des nun sehr winterlichen Wetters. Und wir in der Redaktion dachten inzwischen: "Wieder so ein trauriger Fall für Tierbesitzer."

Umso erstaunlicher die Zuschrift von Johanna Sauer, die uns an diesem Wochenende erreichte: der Kater wurde gefunden. Und was sie über Suchen und Finden zu selbst zu berichten hat, können wir hier veröffentlichen.

Roter Kater Janosch wieder zuhause

"Ich kann Ihnen heute die freudige Nachricht übermitteln, dass unser roter Kater Janosch, über den Sie freundlicherweise in Osthessen-News berichtet haben, wieder zuhause ist.

Am 13.12.2009 war Janosch unbemerkt in das Auto meines Vaters geklettert. Als dieser dann an der Aral-Tankstelle aus seinem Auto gestiegen ist, spang unser Kater aus dem Auto und lief davon. Seit dem 13.12.2009 haben wir alle Möglichkeiten ergriffen, um Janosch wieder zu finden, u.a. Flugblätter in ganz Petersberg ausgehängt, Suchanzeigen aufgegeben und Janoschs Bilder in verschiedenen Internetsuchportalen für Katzen hochgeladen. Einige Tage nach Janoschs Verschwinden hatte ich zudem mit dem Hünfelder Tierheim Kontakt aufgenommen. Leider fehlte von Janosch lange Zeit jede Spur und trotzdem haben wir die Hoffnung nie aufgegeben, unseren Stubentiger wieder zu finden.

Am 05.01.2010 habe ich das große Bedürfnis gehabt, erneut im Tierheim Hünfeld anzufragen, ob dort ein roter Kater abgegeben worden sei. Die freundliche Dame am Telefon berichtete mir, dass vor 30 Minuten ein Kater, auf dessen Janoschs Beschreibung passen könnte, bei ihnen abgegeben worden sei. Nach dieser Nachricht haben wir uns sofort ins Auto gesetzt und sind losgefahren. Zu unserer Freude handelte es sich bei dem abgegebenen Tier tatsächlich um Janosch. Er war etwas abgemagert und sein Fell war etwas zersaust. Dennoch: dafür dass er sich 24 Tage alleine durch Petersberg in Richtung Heimat gekämpft hat, war er körperlich in einem guten Zustand. Janosch hatte sich also tatsächlich in die richtige Richtung auf den Heimweg nach Böckels gemacht. Zwischen der Aral-Tankstelle und seinem "Wohnsitz" liegt eine Entfernung von cirka 1,5 km.

Einige Tage später konnte ich mich persönlich bei den beherzten Findern, einer Familie aus Petersberg mit zwei Kindern, bedanken. Die Familie erzählte mir, dass ihnen Janosch deshalb aufgefallen sei, weil er sich auf ihrer Terasse auf die Fußmatte gelegt hatte und dort nicht mehr weggehen wollte. Er sei hungrig und auf der Suche nach Streicheleinheiten gewesen. Nachdem die Familie Janosch einige Zeit beobachtet und gefüttert hat, haben sie den Kater ins ansässige Tierheim nach Hünfeld gebracht. Dort konnte ich meinen Schmuser dann knapp eine Stunde später abholen.

Zuhause angekommen hat es sich Janosch gleich auf seinem Lieblingsplatz auf der Fußbodenheizung bequem gemacht und genießt nun das Leben - und dass ihn alle so wunderbar verwöhnen.

Ich möchte mich auf diesem Wege bei einigen Menschen bedanken: außer bei ON für Janoschs Suchmeldung vor allem noch einmal bei der netten Familie aus Petersberg, die mit offenen Augen wahrgenommen hat, dass Janosch Hilfe braucht und ihn dann ins Tierheim brachte. Diese Familie hat mir und meiner Familie das schönste nachträgliche Weihnachtsgeschenk gemacht, was wir uns vorstellen können. Darüber hinaus möchte ich mich bei allen netten Menschen bedanken, von denen Janosch auf seinem Weg in Richtung Heimat etwas zu fressen und/oder einen warmen Schlafplatz erhalten hat. Denn ohne diese vielen guten Hände wäre Janosch sicher körperlich in einem nicht so guten Zustand gewesen." +++

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