10.05.09 - EITERFELD

Gemeine Tierquäler! Lebende Katze in Jutesack bei Reckrod ausgesetzt

Einen "unglaublichen Fall von Tierquälerei" beschäftigt den Tierschutzverein Hünfeld (Kreis Fulda). In einem Waldstück bei Eiterfeld-Reckrod fand eine Frau in Begleitung ihres Hundes einen zugebundenen Jutesack, in dem sich eine lebende Katze befand. Dass das Tier von der Spaziergängerin gefunden wurde, war nur möglich, weil ihr Hund so heftig auf den Stallgeruch reagierte, der von dem Sack ausging.

Bei der bedauernswerten Katze (Foto), die am Samstagmorgen gefunden wurde und die sich mindestens eine ganze Nacht in diesem Sack befand, handele es sich um ein etwa zweijähriges weibliches Tier, erklärte Sprecherin Renate Beutler. Das Tier sei auf den ersten Blick vollkommen gesund, sehr verschmust und menschenbezogen. Bei der Katze handele es sich um ein "Maincoon-Persermischling", die jetzt zunächst in einer Pflegestelle des Vereins untergebracht, entfilzt und erstversorgt worden sei.

Der Tierschutzverein Hünfeld hat bei der Polizeistation Hünfeld Anzeige gegen unbekannt erstattet. Um den oder die Täter zu finden, bittet der Verein in diesem "besonders brutalen Fall von Tierquälerei" um Unterstützung. Ein Hinweis auf die Herkunft der Katze ist, dass ein sehr intensiver Stallgeruch von ihr ausging. Personen, die etwas beobachtet haben oder auch die Katze wieder erkennen, mögen sich bitte unter Tel. 06652-748889 melden. Der Tierschutzverein Hünfeld ist entsetzt, wie Menschen immer wieder mit ihren Tieren, die sie „loswerden wollen“, umgehen. Die Verantwortlichen des Vereins hoffen, dass das Tier "gechipt" ist und der Besitzer durch einen Computerchip unter der Haut ermittelt werden könne.

In der Vergangenheit wurde schon mehrfach darauf hingewiesen, dass der Verein (Telefon 0 66 52) 74 88 89 ) auch bei Problemen helfe und Lösungen anbiete. +++

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