12.12.07 - Lauterbach

"Krankenhäuser stehen vor schwieriger Zukunft" - EICHHOF zog Jahresbilanz

LAUTERBACH. Vorstandsvorsitzender Hans-Jürgen Schäfer (Foto links) und Verwaltungsdirektor Dr. Christof Erdmann (Foto rechts) haben den Mitarbeitern des Medizinischen Zentrums Eichhof für "enorm hohen Einsatz zum Wohl der Patienten" gedankt, aber weitere Anstrengungen verlangt, um das Krankenhaus zukunftssicher zu machen. "Die Situation im Gesundheitswesen ist sehr schwierig und wird es auch noch einige Jahre bleiben", sagte Schäfer bei der Weihnachtsfeier der Lauterbacher Stiftung "Heilanstalt für Kranke" im Maarer Bürgerhaus.

Schäfer legte dar, durch viele positive Entwicklungen habe sich das Lauterbacher Krankenhaus in der Region nach oben gearbeitet. Die Belegungszahlen erhöhten sich deutlich, auch Dank neuer Chefs in zahlreichen medizinischen Abteilungen. In den vergangenen zwölf Monaten wurden die Chefärzte Dr. Jürgen Ludwig (Unfallchirurgie), Dr. Dr. Christoph Herda (Psychiatrie), Professor Dr. Herbert Seibold (Geriatrie) und Dr. Johannes Roth (Innere Medizin) berufen. Für die überraschend nach Leipzig gewechselte Nuklearmedizinerin Simonetta Perillo arbeitet jetzt der Nuklearmedizin Dr. Carsten Körber am Eichhof-Krankenhaus.

Der Neubau am Krankenhaus gehe reibungslos vonstatten, berichtete Schäfer. Positiv sei auch, dass sich das neue Seniorenzentrum in Schlitz, das 2008 um ein Betreutes Wohnen erweitert werde, erfolgreich entwickle. Zehn Senioren stünden hierfür auf einer Warteliste. Die anderen Einrichtungen Diakoniestation, Vogelsberger Lebensräume und Apotheke entwickelten sich ebenfalls erfreulich.

"Die Stiftung ist sehr gut aufgestellt. Wir haben gute Chancen, in der Zukunft zu bestehen. Aber die Herausforderungen sind groß. Nach seriösen Prognosen muss in den kommenden Jahren jedes dritte Krankenhaus schließen. Fünf Prozent der deutschen Krankenhäuser haben bereits in den vergangenen fünf Jahren unter finanziellem Druck aufgegeben. Für jedes Krankenhaus geht es deshalb in den nächsten Jahren ums nackte Überleben", sagte Schäfer. Um die Zukunft zu sichern, habe der Vorstand einige Arbeitsabläufe umstrukturiert, auch wenn die Änderungen von den Bediensteten bisweilen viel abverlangten.

Dr. Christof Erdmann verwies darauf, dass das Krankenhaus in diesem Jahr die Mehrwertsteuererhöhung um drei Prozentpunkte habe verkraften müssen, während die Krankenkassen alle Budgets pauschal um ein halbes Prozent abgesenkt hätten. "Der finanzielle Rahmen wird nicht besser für uns", mahnte er. Der Neubau werde aber durch abteilungsübergreifende Arbeit mehr Flexibilität zum Wohle von Patienten und Mitarbeitern ermöglichen. Medizinisch und pflegerisch leisteten Ärzte, Pfleger, Schwestern und sonstige Mitarbeiter beste Arbeit. "Wir werden - auch durch die Berufung neuer Chefärzte - von potenziellen Patienten und den Ärzten, die ins Krankenhaus einweisen, wieder wahrgenommen. Und wir werden von unseren Mitbewerbern wieder ernst genommen", sagte Erdmann.

"Es sind schwierige Zeiten", sagte auch Herbert Krauß, Vorsitzender der Mitarbeitervertretung, in seiner Ansprache. Das Haus entwickle sich vor einem nur wenig förderlichen Hintergrund sehr positiv. "Die neuen Chefärzte haben einiges in Bewegung gebracht", konstatierte Krauß.+++

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