- Fotos: Klaus Dehnhard

17.04.07 - Bad Hersfeld

Die Serie schwerer Verkehrsunfälle in der Region Osthessen reißt nicht ab: nachdem es am vergangenen Wochenende mehrere Unfälle mit Kradfahrern und zwei Todesopfern gegeben hatte, verzeichnete die Polizei am Montag erneut Unfälle - den schwersten gestern Abend in der Innenstadt von Fulda.

Heute früh gegen 02.30 Uhr passierte dann auf der Bundesstraße 27 am Stadtrand von Bad Hersfeld erneut ein tragischer Unfall, an dessen Folgen ein Autofahrer aus Gerstungen verstarb. Nach bisher vorliegenden Informationen (03:25 Uhr) war ein 32 Tonnen - Schwertransport mit einem 40 Meter langen Stahlträger von der Autobahn A4 abgebogen. Noch nicht geklärt sind die Umstände des Unfalls, bei dem der 25-jährige alte Fahrer eines Kleinlasters, der erst kurz zuvor vom Umschlagsplatz des Logistikers TNT in Niederaula aus gestartet war, umgebremst seitlich gegen den Schwertransporter fuhr und dabei die Fahrerkabine völlig eingedrückt wurde.

Zur Unfallzeit hatte der Schwertransport einer Firma aus der Nähe von Zwickau (Sachsen) die Bundesautobahn A 4 an der Anschlussstelle Bad Hersfeld verlassen und wollte nach links auf die Bundesstraße 27 in Richtung Stadtmitte Bad Hersfeld abbiegen. Der Schwertransport bestehend aus einer Sattelzugmaschine mit Auflieger war 40 Meter lang und hatte mehrere Stahlträger geladen. Bedingt durch die Länge des Schwertransports verzögerte sich der Abbiegevorgang und er blockierte die vier Fahrspuren der Bundesstraße und einen Teil der Autobahnausfahrt. Ein Sicherungsfahrzeug der Schwertransportfirma befand sich zum Unfall noch auf der Autobahnausfahrt hinter dem eigentlichen Schwertransport.

In diesem Augenblick befuhr ein 25jähriger Kurierfahrer aus Gerstungen die Bundesstraße 27 aus Richtung Bad Hersfeld in Fahrtrichtung Hünfeld. Dabei überholte der Mann noch einen abbremsenden vorausfahrenden Pkw, dieser hatte den Schwertransport noch rechtzeitig erkannt, und fuhr ungebremst in den Schwertransport.

Zur Klärung des Unfallhergangs wurde ein Unfallsachverständiger auf Anordnung der Staatsanwaltschaft in Fulda eingeschaltet. Dabei wird auch die Frage zu klären sein, ob die seitlichen Absicherungen des Transportes ausreichend waren. Für den Schwertransport war die polizeiliche Begleitung ab Verlassen der Bundesautobahn A 4 vorgeschrieben. Die Ermittlungen dauern an.

Der Fahrer war auf der Stelle tot. Im Einsatz waren die Feuerwehr aus Bad Hersfeld, Rettungswagen, Notarzt sowie die Polizei. Die Abfahrt Bad Hersfeld der A4 war bis 06:20 Uhr in beide Richtungen gesperrt. Alle Fahrzeuge sind von der Polizei beschlagnahmt. Von allen Fahrern wurde eine Blutprobe entnommen - auch von dem Getöteten. Der Sachschaden beträgt nach ersten Schätzungen der Polizei cirka 50.000 Euro. +++











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