19.04.09 - REGION - Zum sechsten Male gab es heute in der Rhön das "offizielle Anfahren" auf dem 27 Kilometer langen Milseburgradweg von Petersberg-Götzenhof bis nach Hilders - mit der Ausnahme, dass es gar keine offizielle Feier gab. Dieser Termin ist inzwischen touristisch so "eingefahren" und selbstverständlich, dass sich eine Art "festliche Stimmung" ganz von selbst ergibt. Gab es im vergangenen Jahr sogar noch einen Hinterrad-Rekordversuch, so blieben die Zweiradfahrer heute "auf dem Teppich" und freuten sich vielmehr darüber, dass ihnen am Sonntag ein so wunderbares Fahrradwetter "gegönnt" war. Überall entlang der Strecke quer durch das Biosphärenreservat Rhön feierte man heute in den drei Gemeinden Hilders, Hofbieber und Petersberg. Die offizielle Eröffnung des knapp 1.200 Meter langen "Milseburgtunnels" hatten die drei Bürgermeister bereits am vergangenen Donnerstag vorgenommen ("osthessen-news" berichtete).
Am Bahnhof in Bieberstein gab es heute den ganzen Tag Hähnchen vom Holzkohlegrill zur Stärkung der Radfahrer - organisiert vom Radsportteam Elters. Darüber hinaus sorgte die Trachtenkapelle Elters am Nachmittag für Unterhaltung. Der Bürgermeister von Hofbieber, Marcus Schafft, feierte nicht nur den Radweg, sondern mit seiner Mutter deren 75. Geburtstag. Für die Versorgung der Besucher waren auch noch andere teilnehmenden Orte mit Essen (teilweise auch extra Radleressen für 5 Euro), Getränken, Kaffee, Kuchen wieder bestens gerüstet. Auch in Langenbieber vor dem "Hotel Biebertal" waren kaum Plätze zu bekommen. Ob Getränke, Bratwürste oder Kuchen - der Umsatz stimmte auf jeden Fall.
Und viele freuten sich natürlich auf den "längste Fahrradtunnel Hessens" unter der Milseburg. Er war seit dem 01. November geschlossen, weil er auch als Winterquartier für Fledermäuse dient. Die zum Teil seltenen Fledermausarten wie die so genannten "Großen Mausohren", Zwergfledermäuse, braune Langohrfledermäuse und Fransenfledermäuse hatten an den Tunnelwänden überwintert. Und wer dann den tunnel mit Temperaturen um nur zehn Grad Celsius durchquert hatte, der war froh, wenn er am ehemaligen Milseburg-Bahnhof noch eine freie Sitzgelegenheit für Kaffee und Kuchen fand. Vielleicht nimmt der eine oder andere auch künftig sich mal die Zeit, sich mit den Exponaten des dortigen und sehenswerten "Wachsmuseums" auseinanderzusetzen. Aber in den Gesprächen klang hier und da auch etwas Kritik an der verlängerten Tunnel-Schließung bis nach Ostern durch: vor allem touristisch habe das geschadet und sollte noch einmal anhand von Daten und Fakten auf die Notwendigkeit geprüft werden. +++ |