Osthessen-News

SPD: Kritik an Kosten für neuen Kegelspielradweg "nicht nachvollziehbar"

10.12.06 - Eiterfeld - Die SPD-Fraktion in der Gemeindevertretung der Marktgemeinde Eiterfeld kann die in den letzten Tagen und Wochen geäußerte Kritik am Projekt „Kegelspielradweg“ nicht nachvollziehen. In der gemeinsamen Sitzung von Finanz- und Bauausschuss der Gemeindevertretung sei dargestellt worden, dass die Mehrkosten ausschließlich aufgrund von naturschutzrechtlichen Auflagen entstanden seien, da an vielen Stellen von der alten Bahnlinie als Trasse abgewichen werden musste. Über diese Probleme habe Bürgermeister Scheich den Gemeindevorstand regelmäßig informiert. Allen Fraktionen musste also frühzeitig klar geworden sein, dass im Zuge der Bauarbeiten Mehrkosten entstehen würden, dennoch habe niemand das Gemeinschaftsprojekt „Kegelspielradweg“ ernsthaft abbrechen wollen, auch die damalige Mehrheitsfraktion CDU nicht.

Die SPD-Fraktion sieht den Kegelspielradweg als ein sehr gutes Projekt an. In Zeiten, in denen die Gemeinde aufgrund gesetzlicher Auflagen viele Millionen Euro für die Kläranlage Buchenau und den gesamten Abwasserbereich investieren müsse, sei es positiv, dass durch hohe Zuschüsse der Bau des Kegelspielradweges überhaupt möglich geworden sei. Von den 25 km Kegelspielradweg verliefen 15 km auf dem Gebiet der Marktgemeinde Eiterfeld. Die anteiligen Kosten für die Marktgemeinde Eiterfeld beliefen sich auf 400.000 EUR an Bau- und Planungskosten und rund 40.000 EUR Grunderwerbskosten.

Die SPD-Fraktion erinnert in diesem Zusammenhang an die Kosten für den 2 km langen Geh- und Radweg von Arzell nach Buchenau. Dieser habe seinerzeit 1,0 Mio. DM gekostet, von denen die Marktgemeinde abzüglich von Zuschüssen 300.000 DM habe bezahlen müssen. Setze man diese beiden Projekte in Relation zueinander sei die Finanzierung des Kegelspielradweges für die Marktgemeinde Eiterfeld äußerst günstig.

Der Kegelspielradweg besitze eine breite Akzeptanz in der Bevölkerung. Viele Bürgerinnen und Bürger nutzten den Radweg bereits seit diesem Sommer, schon weit vor der offiziellen Freigabe und Eröffnung. Zusätzlich müsse die überregionale Bedeutung des Weges beachtet werden, der Kegelspielradweg ermögliche eine Anbindung an den Ulstertalradweg und den Milseburgradweg. +++