Osthessen-News

1. Brücke des neuen Kegelspielradwegs montiert - Fertigstellung Herbst 2006

21.12.05 - Burghaun - Die erste neue Brücke des Kegelspielradweges ist bei Burghaun-Gruben (Kreis Fulda) montiert worden. Das etwa 6,5 Meter lange und 30 Tonnen schwere Bauwerk überspannt eine Wirtschaftswegeunterführung. Wie Hünfelds Bürgermeister Dr. Eberhard Fennel als Vorsitzender der kommunalen Arbeitsgemeinschaft Kegelspielradweg und sein Burghauner Amtskollege Alexander Hohmann vor Ort bekannt gaben, soll der Radweg spätestens bis zu den Herbstferien 2006 zur Verfügung stehen. An der kommunalen Arbeitsgemeinschaft sind die Stadt Hünfeld, die Gemeinden Burghaun, Eiterfeld, Rasdorf sowie der Landkreis Fulda beteiligt.

Insgesamt wurde bereits der Trassenbau für rund 15 Kilometer der insgesamt 26 Kilometer vergeben. Rund 7 Kilometer zwischen Hünfeld und Steinbach stehen unmittelbar vor der Fertigstellung, rund 2,5 Kilometer sind bereits asphaltiert. Die Baukosten des Projektes betragen rund 4,2 Millionen Euro. Daran beteiligt sich das Land Hessen mit einer Zuwendung in Höhe von 85 Prozent.

Auch die Grunderwerbskosten in Höhe von rund 450.000 Euro werden mit 75 Prozent durch das Land bezuschusst. Insgesamt verfügt die Trasse über fünf Brückenbauwerke, drei müssen neu errichtet und zwei vorhandene saniert werden. Die Brücke bei Gruben kostet rund 140.000 Euro.

Was für den Milseburgradweg der Milseburgtunnel ist, ist für den Kegelspielradweg das Viadukt bei Klausmarbach. An dieser 60 Meter langen Sandsteingewölbebrücke ruhen gegenwärtig die Arbeiten, um den Winterschlaf der Fledermäuse nicht zu gefährden. Dort wurden eigens in die Seitenfassaden der Brücke Schlitze eingebracht, damit die Fledermäuse in die Hohlräume im Inneren der Brücke gelangen können. Die Einstiege auf der Brückenoberseite wurden dafür geschlossen.

An dem Viadukt in Klausmarbach sollen die Arbeiten im Frühjahr 2006 fortgesetzt werden. Die größte neue Brücke überspannt das Tal vor Großentaft auf einer Länge von rund 60 Metern. Auch dort hat sich die kommunale Arbeitsgemeinschaft für eine zweiteilige Spannbetonbrücke entschieden.

Der Kegelspielradweg zweigt vor der Landesgrenze in den Rasdorfer Ortsteil Grüsselbach ab und schließt dort an die innerörtlichen Radwege an. Auf Thüringer Seite wird er weitergeführt bis Wenigentaft und mündet dort auf den Ulstertalradweg. Dadurch entsteht eine Anbindung über den Ulstertalradweg zum Milseburgradweg.

Über Petersberg und den Marbacher See besteht auf der Trasse des Hauneradweges dann eine Anbindung zurück nach Hünfeld. Insgesamt werden Fahrradfahrern ab Herbst kommenden Jahres damit fast 100 Kilometer Radwege zur Verfügung stehen, die weitgehend in der Ebene verlaufen. ++++


Hünfelds Bürgermeister Dr. Eberhard Fennel, den Burghauner Bauamtsleiter Günther Kneisel, Stadtbaumeister Klaus-Uwe-Timmert aus Hünfeld und den Burghauner Bürgermeister Alexander Hohmann informieren sich über den Fortgang der Arbeiten.