23.12.04 - Rhön - Zur Stärkung des Umweltgedankens und des sanften Tourismus in der Region hat der Landkreis Fulda zwei weitere Projekte gestartet und hofft auf eine entsprechende Förderung aus LEADER Plus-Mitteln. Wie Erster Kreisbeigeordneter Bernd Woide heute mitteilte, sollten entlang des Milseburgradwegs Informationstafeln insbesondere zu naturkundlichen Themen aufgestellt werden. Ein weiteres Projekt sei die Neuordnung der Besucherlenkung an der Milseburg.
Nach Angaben des Naturschutzdezernenten der Kreisverwaltung durchfahren die Nutzer des 27 Kilometer langen Milseburgradwegs vom Rhönvorland durch die Kuppenrhön bis ins Ulstertal sehr unterschiedliche Landschaftstypen. Von daher würde es sich anbieten, ihnen auf den verschiedenen Zwischenstationen Informationen zu den Themen Naturschutz, Landwirtschaft, Forstwirtschaft sowie Geologie zu vermitteln und sie auf diese Weise mit den Anliegen des Biosphärenreservats vertraut zu machen.
Inzwischen habe der Kreisausschuss dem Projekt zugestimmt und Mittel aus dem EU-Programm zur Förderung der regionalen Entwicklung LEADER Plus beantragt. Nach den Richtlinien sei vorgesehen, dass bei Gesamtkosten von 50.000 Euro 50 Prozent oder 25.000 Euro aus dem LEADER Plus-Programm übernommen würden. Für die verbleibenden 25.000 Euro sollten zu 20 Prozent der Landkreis Fulda und zu jeweils einem Drittel die Anliegergemeinden Petersberg, Hofbieber und Hilders aufkommen.
Auch für das zweite Projekt liege zwischenzeitlich die Zustimmung des Kreisausschusses vor, teilte Woide mit. Hier gehe es darum, die naturschutz- und archäologischen Informationen an und im Umfeld der Milseburg auf eine neue Grundlage zu stellen. Die Gesamtkosten beliefen sich auf 57.300 Euro, wobei auch in diesem Fall Fördermittel aus dem LEADER Plus-Programm von 50 Prozent beantragt seien. Ebenfalls 50 Prozent kämen vom Landkreis Fulda aus Mitteln des Naturparks Hessische Rhön.
Im einzelnen sind insgesamt 16 Informationstafeln am archäologischen Lehrpfad sowie acht überdachte Informationshäuschen an Park- beziehungsweise Rastplätzen rund um die Milseburg unter anderem zu den Themen Fauna, Flora und Waldwirtschaft vorgesehen. Darüber hinaus sollen neun kleinere naturkundliche Tafeln an den beiden Aufgängen zur Milseburg aufgestellt und die nicht mehr lesbare Schrifttafel am Aussichtspunkt auf dem Gipfel durch eine Bronzegussschrifttafel ersetzt werden. +++
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